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Hassia
28.06.2017 - 18:22 Goldrausch bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in München!

Siegerehrung im Frauen-Doppelvierer: vorne links Tina Christmann, hinten von rechts Annika Jacobs, Charlotte Meinen, Wiebke Hanack, Lisa Holbrook
Einen wahren Goldrausch erlebten die Ruderinnen und Ruderer des Hanauer RC Hassia bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in München: Mit vier Gold- und einer Bronzemedaille kehrten die Teams von der Olympiaregattastrecke aus Oberschleißheim zurück. Zudem wurden mit Tina Christmann, Emma Samek, Celina Waldschmidt und Henry Hopmann gleich vier Athleten der Hassia für die Nationalmannschaft des Deutschen Ruderverbandes nominiert!

Christmann zur U23-WM
Den Anfang machten die U23-Ruderinnen. Hier war Tina Christmann aufgrund ihrer starken Saison-Ergebnisse im ersten Doppelvierer des Deutschen Ruderverbandes (DRV) unterwegs. Gemeinsam mit Michaela Staelberg (Krefeld), Pia Greiten (Osnabrück) und Franziska Kampmann (Waltrop) setzte sie sich im Meisterschaftsfinale schon früh an die Spitze des Feldes und baute den Vorsprung über die Strecke kontinuierlich aus. Im Ziel lagen die vier Spitzenruderinnen des Deutschen Ruderverbandes 10 Sekunden vor dem Silber-Boot, dass immerhin auch aus für die U23-WM vorgesehenen Ruderinnen des Einers, Doppelzweiers und der Ersatzfrau kombiniert war. Lohn für die souveräne Vorstellung war die direkte Nominierung dieser Mannschaft für die U23-Weltmeisterschaft, die vom 19.-23.07. in Plovdiv (BUL) stattfindet.


Deutsche Jugendmeister im Juniorinnen-Vierer ohne Stf.: Celina Waldschmidt, Emma Samek, Charlotte von Bockelmann, Mira Moch (v.li.)



Bronze im Vereinsboot
Im gleichen Rennen startete auch ein reines Vereinsboot der Hassia: Annika Jacobs, Charlotte Meinen, Wiebke Hanack und Lisa Holbrook erkämpften sich über die Strecke den dritten Platz hinter den DRV-Kombiantionen vor einer Renngemeinschaft aus Nordrhein-Westfalen (NRW), wofür sie mit der Bronzemedaille belohnt wurden. So standen zur Siegerehrung 5 der 12 Damen im Hassia-Trikot da, ein Anblick der im Leistungssport Rudern auf Titelkämpfen doch eher selten anzutreffen ist.

Hopmann, Samek und Waldschmit zur Junioren-WM
Henry Hopmann wurde im Junioren Vierer mit Steuermann seiner Favoritenrolle mehr als gerecht: mit Oliver Peikert (Nürtingen), Jaspar Angl (Konstanz), Elias Kun (Tübingen) und Elisa Carnetto fuhr Hopmann einen beeindruckenden Start-Ziel-Sieg ein. Dieses Quintett konnte bereits die gesamte Saison über die Konkurrenz beherrschen, wurde zur Junioren-Europameisterschaft geschickt, kehrte mit dem Vize-Titel heim und holte sich nun vor versammelter süddeutscher Fangemeinde mit mehreren Bootslägen Vorsprung die Goldmedaille. Damit wurden die fünf noch an Ort und Stelle vom DRV für die Junioren-Weltmeisterschaft nominiert, die vom 02.-06. August in Trakai (LTU) stattfindent. Hier werden sie in gewohnter Manier im Vierer mit Steuermann antreten.

Ein wahrer Paukenschlag gelang Emma Samek und Celina Waldschmidt im Finale des Juniorinnen-Vierers ohne Steuerfrau. Gemeinsam mit Mira Moch aus Regensburg und Charlotte von Bockelmann (München) hatten sie sich in Hanau mit Lehrer-Trainer Volker Lechtenberg akribisch auf dieses Finale vorbereitet. Im Bahnverteilungsrennen hielt man sich bewusst noch etwas zurück, im Finalrennen allerdings zeigten die vier dann erstmalig in der Saison ihre ganze Stärke. Nachdem man sich auf den ersten 500 Metern im Gegensatz zu einigen Rennen in der Saison nur eine knappe halbe Bootslänge Rückstand eingehandelt hatte, merkten alle Mannschaften, dass das heute eine Sache des Süd-Teams werden könnte. Ab der 750-Metermarke spielten die vier ihren absolut ökonomischen Streckenschlag aus, stellten kurz vor der 1000-Meter-Marke den Gleichstand zu den zuvor enteilten Teams aus Potsdam und NRW her und setzen bei 1200 Metern einen harten Angriff auf Gold. Bereits 30 Schläge später waren sie den Gegnern trotz hohem Renntempo um eine Bootslänge voraus, was dann folgte waren 500 Meter zum Genießen vor heimischem Publikum. Wie im Rausch ruderten sie, obwohl Potsdam und NRW noch erbittert um Silber kämpften, eine weitere Bootslänge heraus, holten sich mit 4,5 Sekunden Vorsprung den DM-Titel und wurden direkt im Anschluss in dieser Kostellation ebenfalls für die Junioren-WM in Trakai (LTU) nominert.

Freud und Leid im Achter
In den abschließenden Achterrennen lag Freud und Leid der Hassia dann ganz eng beieinander. Nach der Gala-Vorstellung im Vierer ohne wollte die Crew um Emma Samek und Celina Waldschmidt nun mit ihren Hassia-Partnerinnen Shirin Dragusha, Nastassja Becker sowie Maximiliane Hartmann aus Ulm und Sarah Bröker aus Würzburg noch eine weitere Medaille gewinnen. Hier fand die Crew allerdings nicht richtig ins Rennen und musste sich mit dem undankbaren vierten Platz begnügen. Lediglich die zweite Mannschaft aus NRW hatte man im Griff, Gold ging an NRW 1 vor zwei Achtern aus der Region Nord-Ost.

Henry Hopmann dagegen sorgte nach dem Titelgewinn vom Vierer mit für den nächsten Jubel im Hassia-Lager. Nach langer Durststrecke konnte ein Achter der süddeutschen Bundesländer endlich die Phalanx der Boote aus NRW und Nord-Ost durchbrechen und sich den Titel sichern. Bereits vom Start weg fuhr die süddeutsche Renngemeinschaft um den siegreichen Vierer mit Steuermann in der Konkurrenz der besten Boote mit, hielt das Tempo dann auf den zweiten 250 Metern hoch und fuhr auf den zweiten 500 Metern in bestechender Form weiter. So baute man sich zwischenzeitlich mehr als eine halbe Bootslänge Führung auf, die bis ins Ziel nicht mehr abgegeben wurde. Seit 1997 war das der erste Titelgewinn im U19-Achter für ein Boot aus Süddeutschland. Entsprechend groß war der Jubel der Verantwortlichen im Ziel. Qamil Dragusha ruderte im zweiten Süd-Achter auf Platz 5 vor dem zweiten Boot aus NRW.


Siegerehrung im Junioren-Achter: vorne das Süd-Team, 6. von links Henry Hopmann



Mit diesen Topergebnissen kehrt die Hassia ein weiteres Mal als erfolgreichster süddeutscher Verein an die Ochsenwiese zurück, was zum größten Teil auf die beispiellose Zusammenarbeit der Hassia mit der Karl-Rehbein-Schule Hanau zurückzuführen ist. Eine Kooperation, die unter Leitung von KRS-Direktor Jürgen Scheuermann, Hassia-Vorsitzenden Rainer Giimplinger und Lehrer-Trainer Volker Lechtenberg seit vielen Jahren immer wieder Top-Talente in die Spitze des Deutschen Rudersports führt.


Gold im Junioren-Vierer mit Stm. für Oliver Peikert, Jaspar Angl, Henry Hopmann, Elias Kun (v. links), verdeckt Stf. Elisa Carnetto



Deutsche Jugendmeisterinnen im Juniorinnen-Vierer-ohne Steuerfrau: Celina Waldschmidt, Emma Samek, Charlotte von Bockelmann, Mira Moch (v. li.)



Siegerehrung im Junioren-Vierer mit Steuermann: Elias Kun, Henry Hopmann, Jaspar Angl, Oliver Peikert und Stf. Elisa Carnetto (jeweils von links)



Siegerehrung im Junioren-Vierer mit Steuermann: Elias Kun, Henry Hopmann, Jaspar Angl, Oliver Peikert und Stf. Elisa Carnetto (jeweils von links)