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Hassia
09.03.2018 - 22:01 Trainingslager Lago Azul
Liebe Hassianer,
Hiermit möchte ich euch von meinem ersten Trainingslager mit der A-Mannschaft berichten, welches mich ins ländliche Portugal nach Lago Azul geführt hat. Dank meiner guten Ergebnisse bei der Langstrecke Dortmund habe ich den Sprung in den Kreis endlich mal geschafft.
Vom 12.-25. Februar, während in Deutschland sibirische Verhältnisse herrschten, habe ich mit der Frauen Skull Mannschaft, inkl. Trainer Marcin und Prema, in Portugal auf einem wunderschönen See trainiert. Neben vielen Ruderkilometern im 2x und 4x in allen möglichen Kombinationen, haben wir auch im 1x trainiert und die wunderschönen Nebenarme des Lago Azul erkundet. Beim Großboot fahren wurden die Bootsbesatzungen bunt gemischt, sodass ich das Glück hatte mit erfahrenen Ruderern wie Carina Bär, Marie Arnold und Anne Thiele in einem Boot zu sitzen, aber auch mit meinen Doppelvierer-Mädels von der U23WM. Jeden Tag wurde zweimal gerudert und jeden dritten Tag sind wir gegeneinander 2km Strecken in diversen Kombinationen gefahren. Zusätzlich haben wir auf der Radrolle trainiert, Kraftgymnastik am Pool gemacht und natürlich viermal gehantelt. Dabei kamen an manchen Tagen vier Einheiten zusammen, sodass in der freien Zeit maximal viel geschlafen wurde.
Morgens war es häufig noch windig-kalt sodass wir erstmal nicht aufs Wasser gegangen sind sondern alternativ trainiert haben und uns die Rudereinheiten für die Sonne aufgespart haben. Mittags sind die Temperaturen auf bis zu 25 Grad geklettert und den ersten Einteilerabdruck habe ich auch schon!
Das Hotel in dem wir gewohnt haben war fantastisch. Jeweils zu zweit haben wir in großen Wohnungen mit Terrasse gewohnt, es gab sehr ausgewogenes Essen und der Ausblick auf den See war grandios. Lediglich die vielen Höhenmeter, die wir auf dem Weg vom Hotel zum Steg immer zurückgelegt haben, sind uns zu Ende des Trainingslagers mit festen Beinen echt schwer gefallen.
Abgesehen von Frauen Skull und Frauen Riemen waren noch die Schweitzer da und die tschechische Nationalmannschaft. Ein bisschen interkulturellen Austausch gab es also auch. An den freien Nachmittagen haben wir dann ganz klassisch entweder geschlafen, gelernt oder uns schon ein wenig gebräunt. Einmal hat uns Anne Thiele auch als willkommene Abwechslung alle zum Pfannkuchen-Essen eingeladen.
Bis auf eineinhalb Tage mit einer leichten Erkältung die aber schnell verschwunden ist, habe ich das Trainingslager sehr gut verpackt, viel gelernt und mal wieder festgestellt dass die Mädels alle echt sehr fokussiert und stark sind! Das hat man auch in den Vierern gemerkt. Meist reichten 2km um ein gemeinsames Bootsgefühl zu entwickeln und jede Einheit wurde sehr akribisch und konzentriert gearbeitet, definitiv ein Unterschied zu den U23 Trainingslager. Generell hat man gemerkt dass bei allen der Fokus gen Olympia geht, jede Einheit wird Vollgas gegeben, es wird sich nichts geschenkt und hart gearbeitet und die Trainer haben ein genaues Auge auf die Sportler.
Jetzt kann ich eineinhalb Wochen verschnaufen, habe alle Klausuren hinter mich gebracht und freue mich auf das nächste Trainingslager mit dem Berliner Stützpunkt. Es geht nach Ravenna in Italien, wo wir versuchen den 1x noch schnell zu machen für die Saison. Bis dahin heißt es ergometrieren, Hanteln und einen Abstecher nach Hanau zu machen. Unser Kanal in Berlin ist leider gefroren, sodass ich mich schon riesig auf Italien freue.

Liebe Grüße
Tina