Hassia Bootshaus

Geschichte

Mitgliedsantrag

Vereinsleben

Impressionen

Rudern Termine Kontakt Gaststätte Bilder Links Impressum


Hassia Bootshaus
Das Bootshaus erzählt seine Geschichte

1904 Erstes Bootshaus am Mainkanal
Nach der Hassia-Gründung 1904 gab es zwei Vorgänger bevor ich entstand. Das erste Domizil war ein Holzschuppen am Mainkanal, den das Wasserbauinspektionsamt zur Verfügung stellte.
Im Jahr darauf spendete Friedel Hummel einen beträchtlichen Betrag und mit erheblichen Mitgliederanstrengungen gelang es einen Neubau zu realisieren. Dieser entstand an der Mainbrücke, etwa dort, wo heute eine Kies- und Schrottverladestation ist. Die Einweihung für dieses Holzhaus, das Platz für 15 Boote sowie Umkleideräume hatte, fand im Jahr 1907 statt.

1907Bootshaus an der Bruecke
Zu Beginn des ersten Weltkrieges belegte die Militärbehörde das Haus als Unterkunft der Brückenwache. Danach war es wieder Bootshaus.
Der Beschluss der Stadt Hanau, einen Industriehafen zu bauen, besiegelte 1922 das Schicksal des Hauses. Die Enteignung an diesem Standortzog eine Übertragung eines Teiles des Geländes, auf dem ich jetzt stehe nach sich. Den anderen Teil stellten Anton Mühlhause und Conrad Nies zur Verfügung.
1952 schenkten die Eigentümer der Hassia das Gelände. Die Planung und einen großen Anteil meines Baues führte die Firma Wayss & Freytag, die auch den Hafen realisierte, durch. Die besonders günstige Abwicklung verdanke ich dem Einsatz der Direktoren Hans Burgard und Enric Lepescu, denen hierfür die Ehrenmitgliedschaft verliehen und auf deren Namen ein Vierer Hans-Eric getauft wurde. Der Vorsitzende Otto Lorge konnte mich im September 1924 mit achtzehn Bootslager-Plätzen, zwei Umkleideräumen, einem Wirtschaftsraum und drei Gesellschaftsräumen an der Ochsenwiese aus der Taufe heben. Diese Einweihung beging die Hassia mit einem Festkommers im Hotel Lindenhof ,einem Sommerfest in Wilhelmsbad sowie einer internen Regatta.

1929 Bootshaus
Dann hatte ich Ruhe bis die Hassianer das Kanu und Faltboot zu ihren Ausflügen z.B. zur Ruderer-bleibe entdeckten. 1932 verpassten sie mir eine Kanuhalle. Die folgende Zeit war von einem sehr intensiven Leben in meiner Obhut geprägt. Die Alten wie auch die Jungen verbrachten viel Freizeit in meinen Mauern. Hier konnten sie sein wie sie waren und mussten sich nicht dem politischen Zeitgeist völlig unterordnen. So mancher Schabernack spielte sich in und um mein Areal ab. Manchmal musste ich alle Klappen zudrücken wenn ich an Seppl, Werner und Konsorten denke. Aber diese lustige Zeit ging mit dem Beginn des zweiten Weltkrieges zu Ende. Ein Ruderer nach dem anderen wurde eingezogen.
Die volle Wucht des Krieges bekam ich am 19. März 1945 sehr direkt und schmerzhaft zu spüren. Ich brannte lichterloh und dachte, das ist das Ende. Alle Boote, die ich behüten sollte, gingen in Flammen auf, lediglich ein Gigboot
blieb beschädigt erhalten. Im Herbst 1945 schützten mich die Mitglieder auf Betreiben von Erwin Bittenbrünn, RudiKainz und Fritz Weis gegen weiteren Verfall. Das ließ mich hoffen! Aber erst schlupften Flüchtlinge und Ausgebombte mit Kind und Kegel bei mir unter. Zur Selbstversorgung waren Stallhasen,
Hühner und Ziegen dabei. Nach langen schwierigen Verhandlungen verließen diese im nächsten Jahr meine Ruine.

1949_ Familie Schmidt
Die Mitglieder legten jetzt unter Anleitung von Friedel Daus und Seppl Fuchs Hand an, um mich zu enttrümmern. Mein Wiederaufbau ging los. Nachts mit Ami-Trucks herbeigeschaffte entmörtelte Steine, Carbitschlamm von Heraeus, Holz aus dem Spessart. All dies wurde gefuggelt und organisiert. Hier taten sich Adolf Daube, Hans Schrön und der Vorsitzende Fritz Warnecke besonders hervor. Trotz dieser Organisationstalente wurde Geld gebraucht. Um die nötigen Credite zu erhalten, bürgte Adolf Daube mit einer großen Summe, sodass Fremdhandwerker beauftragt werden konnten. Unter dem Vorsitzenden Adolf Daube ging der Wiederaufbau bis 1950, dann weihte mich die Hassia zusammen mit den Booten Otto Lorge und Georg Trumpfeller wieder ein. Im Jahre 1954 ergriff Klaus Deilmann zum Rechenschieber und Werner Schrön, zum Bleistift, um die Umkleiden, Toiletten und den Balkon zu vergrößern.
1960 war ich schon wieder zu klein! Ein Vorstandsbeschluß unter dem Vorsitzenden Richard Rehbein erfolgte und alles Weitere lag dann in den Händen von Werner Schrön. Er fungierte als Architekt. Ihm halfen Klaus Deilmann, Rudi
Kainz, Peter Kaiser und Heinrich Biermann. Nach zwei Jahren war meine Bootshalle mit einer Wohnung aufgestockt, der Saal vergrößert und ein Jugend/Vorstandszimmer angegliedert.

1961_ Aufstockung
Das erste und unvergessene Wirtsehepaar, die Familie Schneider, zog ein. Festlich übergab man mich 1962 dem Verein. Der Ruderbetrieb nahm zu; auch aufgrund des Ruderunterrichtes der Karl-Rehbeinschule. Neben mir errichteten die Vereinsbaumeister 1965 eine Gig-Bootshalle.
1970 erhielt ich im Obergeschoß die Toiletten. Bei Veranstaltungen brauchte man nicht mehr durch die kalte Bootshalle zum stillen Örtchen zu gehen. Ein Anbau an die zuvor erwähnte Halle erweiterte das Bootslagerangebot.
1979 beschloss die Jahreshauptversammlung unter dem Vorsitz von Manfred Matzner den schrittweisen Umbau der Umkleide- und Toilettenanlagen sowie eine komplette Umgestaltung der seitlichen Bootshallen. Ich sollte also unter laufendem Betrieb fast komplett erweitert werden. Das ging sehr gut. Die Mitglieder muss ich wirklich für ihre Disziplin loben. Planung und Ausführung oblag dem Hauswart Peter Kaiser. Ihm zur Seite standen Werner Schrön und Herbert
Vanvor im Planungsbereich, Günter Volk für die Finanzen und die Haustechnik.
Die Kanuhalle von 1932 wurde abgerissen und ist heute der Damen-Toiletten und Umkleidetrakt. Die einstige Damenumkleide wurde dem Herren-Bereich zugeschlagen und gleichzeitig die Werkstatt verlängert (Voher, als Lutz Grein schon mal Bootswart war, bekam ich in diesem Bereich eine Wärmedämmung verpasst). Die
neben mir stehenden Hallen riss das Bauteam teilweise ab und baute unter Verwendung der Zwischenwände ein längere und breitere Halle an mich an.

1983_1988_ Hallen_Sanitaeranlagen ( Haupthaus noch mit Eternit)
Stellvertretend für den Mitgliederfleiß (1500 Arbeitsstunden) nenne ich Werner
Zunke, der fast jedes Wochenende auf meiner Baustelle verbrachte. Schon bei dieser Umbauphase stellte sich heraus, dass das Fachwerk im Saalbereich teilweise morsch war. Der ganze Bereich wurde 1988 ausgekernt, ich erhielt neue Fachwerkteile durch eine Fachfirma, neue Ausmauerung sowie eine Wärmedämmung und neue Fenster.

1993 Mainterrasse
1993 musssten aufgrund der erstmaligen Verpachtung meines Obergeschosses starke Eingriffe in meinem Inneren vollzogen werden; z.B. Brandschutz, Trennung des Energieverbrauchs, Parkplatzsituation und Außenanlagen. Das ganze mündete in einem Bauantrag zur Umkonzessionierung und dessen langwierige Genehmigung.

In den heutigen Tagen erhalte ich einen Bootshallenanbau, der gleichzeitig eine

2004 NeueBootshalle
erhebliche Terrassenerweiterung bedeutete. Die Planung hierfür erstellte Joachim Hölzinger, von meinem Chronisten heftig unterstützt. Für die Ausführung
zeichnet Jörg Herudek, unter Mithilfe von Gundi Herudek, Florian Euler und Peter Kaiser verantwortlich. Um die finanzielle Abwicklung kümmert sich Gert Bornemann. Da dieser Bau weitestgehend in Eigenhilfe erstellt wird, habe
ich wahrscheinlich die meisten aktiven Mitglieder an meinem Anbau schaffen sehen. Lutz Grein bemüht sich um das Innere Bei den Jubiläumsfeierlichkeiten 2004 will ich in neuem Glanz dastehen um hoffentlich noch viele Generationen sportlich und gesellschaftlich zu beherbergen.!!
Peter Kaiser (Artikel ist von 2004)

Jetzt muss ich endlich mal weiterberichten.
2008 und 2009 wurden dank der trickreichen Bootslagerung durch den Bootswart Lutz Grein alle Boote aus meinem Erdgeschoss verbannt. Es entstand hier ein hochmoderner Kraftraum unter der Leitung Rudolf Schäffers und des Chronisten.

Um die behördlich Abwicklung kümmerte sich Joachim Hölzinger der dabei half Kosten zu sparen.
Die alten Wände verschwanden wegen des Brandschutzes ebenso unter Gipskartonplatten wie auch die Decke zum 1. OG. Die Elektroinstallation wurde komplett erneuert und eine Audio Anlage installiert.
Heute ist der Raum mit den Geräten ausgestattet die ein optimales Indoor - Training möglich machen.

2013 mit dem Auszug des Pächters aus dem Obergeschoss des Haupthauses kam der Startschuss für die grundlegende Renovierung des gesamten Gastro Bereiches und der zugehörigen Toiletten Anlage sowie der Nebenräume. Die Leitung dieser Umbau Maßnahmen liegt in den Händen von Rudolf Schäffer und Uli Müller.

Jetzt bin ich fertig gasteylt!
Der Betrieb in meiner neuen Gaststätte läuft, nein der brummt nur so von Gästen.

Stand 21.04.2013-1


Stand 06.06.2013


Stand 06.06.2013


Stand 06.06.2013


Stand 28.06.2013 Morgens


Stand 28.06.2013 Abends


Stand 05.07.2013


Stand 18.07.2013


Stand 18.07.2013


Stand 10.08.2013


Umbauarbeiten Stand 10.08.2013


Übrigens die Umbauten waren zu Rudolf Schäffers 65. Geburtstag fertig....Also feierte er auch dort.
Ich hoffe. dass die Gaststätte weiter so gut besucht wird wie bisher.
(2014 Peter Kaiser)