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Hassia Vereinsleben
20.06.2016 - 18:27 Radtour der „reiferen“ Hassia-Damen 2016
Die nun schon 27. Radtour hatten sich die Damen auch in diesem Jahr aufs Programm geschrieben, um die schönen Gebiete unseres Landes noch weiter zu erkunden.
Gaby hatte das Managen der Unterbringung im Hotel Ingeborg in Waren a.d. Müritz vom 23. bis 28. Mai übernommen und Gudrun hatte die Bahn-Gruppenkarte für sieben Personen ab Hanau gebucht. Zwei weitere Freundinnen sollten sich während der Bahnfahrt noch dazugesellen.
Alles war also bestens geplant und organisiert! Bis dahin jedenfalls....
Dann stieg es aber Elfi in den Kopf, sie könne sich doch nach jahrelanger Hassia-Radlergruppen-Abstinenz wieder einmal dieser geselligen Runde anschließen. Die Nachfrage um Zustimmung bei der Truppe ergab ein erfreuliches O.K.. Nun konnte auch Elfi ihrerseits organisatorisch aktiv werden. Nachdem die Zimmerfrage geklärt war, konnte auch noch die Bahn-Gruppenkarte von sieben auf acht Personen geändert werden. Alles O.K., alles gut gelaufen! - Bis dahin jedenfalls....

Die Vorfreude stieg von Tag zu Tag und endlich war nun auch der Tag der Abreise gekommen.
Gudrun und Waltraud standen schon erwartungsvoll vor der Bahnhofshalle, als auch die anderen Reisefreudigen um 9.10 Uhr wohlgelaunt und vergnüglich eintrafen. Dann ging es hinauf zum Bahnsteig Nr. 7. Alles wunderbar !– Bis dahin jedenfalls....
Dann jedoch kam das Chaos:
Durch irgendeinen Denk- oder Reservierungsfehler ergaben die Bahnbescheinigungen von Gudrun und Elfi unterschiedliche Sitzplatzreservierungen, was erst auf dem Bahnsteig erkannt wurde. Verständlich, dass nun der Blutdruck der irritierten Gemüter in Wallung geriet, zumal es nicht einfach ist, wenn sich acht betagte Frauen mit Rucksäcken, Taschen und Koffern bepackt durch die engen Gänge von Wagen zu Wagen schlängeln müssen, um mit Hilfe der Zugbegleitung dann endlich die wahren Sitzplätze zu finden.
Zum Glück hatte uns Mina wieder mit ihren Notfallreisesäckchen versorgt, deren Inhalte die erregten Gemüter wieder zur Ruhe brachten. Auch die selbstgebackenen Leckereien von Hanne bewegten die in Aufregung geratenen Gehirnwindungen wieder zur Ruhe.
Alles half, nun endlich einer fröhlichen und abwechslungsreichen Reise entgegenzusehen.
Auch die Wetteraussichten verkündeten nichts Negatives.
Selbst der Umstieg im Berliner Hbf vom ICE in den weiterführenden IC wäre eine angenehme Unterbrechung gewesen, hätten da nicht andere Reisende durch ihren Sturz auf der ellenlangen Rolltreppe hinunter in die Tiefebene auch einige aus unserer Gruppe zu Fall gebracht.
Doch auch nach diesem Schrecken kamen alle in guter Verfassung in Waren an. Nach Bezug der Unterkunft traf man sich, um den Luftkurort Waren grob zu erkunden und die Räder für die kommenden Tage in Empfang zu nehmen. Der Abend in einer Gaststätte mit regionaler Küche an der Hafenpromenade gab den Abschluss eines erlebnisreichen Tages.



Am nächsten Morgen wurden die Räder gesattelt und die kostbaren Damen-Häupter mit schützenden Helmen besetzt. Leider waren die laut Tourenkarte ausgewiesenen Radwege schlecht zu befahren. So ergab sich durch den wunderschönen Nationalpark eine anstrengende Fahrt auf zum Teil schmalen, grasbewachsenen Pfaden über plötzlich ungeahnte Wurzeln und tiefen Sandgruben, die manchmal selbst unsere tourenerprobten Radlerinnen, wie Brigitte und Hannelotte, zum Stöhnen brachten.
Lilo hatte für sich an diesem Tag mit dem Bus ein Erlebnisbad erkundet und Gundel mit Almut blieben auf Radwegen der näheren Umgebung.
Am Abend konnten dann die am Tag leistungsbeanspruchten Damen, Dank der hervorragenden Küche und der sehr netten Kellnerin des „Brauereigasthofs im historischen Ratskeller“ am Neuen Markt, ihre Kräfte wieder aufbauen.
Für die nächsten Tagestouren entschloss man sich, nun doch unbeschwerlichere Radwege ausfindig zu machen. Dies auszukundschaften und die Führung zu übernehmen, wurde gerne unsrer kartenkundigeren Brigitte aufgebürdet.
Die Tagestouren wurden natürlich mit kleineren Erfrischungspausen, z.B. im alten Gutshaus Federow, dem Bauernmarkt oder dem interessanten Atelier Café in Klink, unterbrochen. Doch das Highlight der kulturellen Sehenswürdigkeiten war das Müritzeum in Waren mit dem größten Süßwasseraquarium Deutschlands und vielen naturwissenschaftlichen Darstellungen. Eine Schiffsrundfahrt auf der Müritz gab den Damen nochmals einen Überblick über die Weite und die Schönheit der zum Teil noch unversehrten Landschaft, bevor diese erfreuliche Woche mit der Fahrt um den Torgeler See und dem Besuch des Wisentreservats auf dem Damerower Werder abgeschlossen wurde.

Ich glaube für alle Dabeigewesenen zu sprechen, dass diese Tage als eine Woche der Gemeinschaft mit sportlichen und kulturellen Erlebnissen in bester Erinnerung bleiben werden.
Elfi