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Ole Hanack empfiehlt sich auf U19-Rangliste für die Nationalmannschaft

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Die „Leistungsüberprüfung der Junioren und Juniorinnen A“ des Deutschen Ruderverbandes am 23. und 24. April in Krefeld war in den Kalendern der Trainer*innen und Athleten extra dick umrandet. Nach den 6000m-Langstrecken in Herbst und Frühjahr war es die erste landesweite Rangliste über die eigentliche Ruder-Wettkampfdistanz: 2000m. Für den Hanauer Ruderclub Hassia waren unter anderem die U19-WM Silbermedaillengewinnerin Celina Grunwald und der U19-EM Bronzemedaillengewinner Ole Hanack am Start – mit Erfolg:
 
Hanack qualifizierte sich mit seinen Siegen in Vorlauf und Halbfinale souverän für das A-Finale auf dem Elfrather See. Dort an den Startblocks versammelt: die besten sechs U19-Einer Deutschlands. Trainer Nick Stollenmeyer hatte seinen Schützling vorher in der Rennbesprechung auf einen harten Fight eingeschworen: „Wir wussten, dass Ole der physisch stärkste Sportler im Finale war. Das wollten wir auf den zweiten 1000 Metern nutzen. Ole muss sich technisch noch entwickeln. Aber, wenn die anderen müde werden, kann er immer noch einen Gang hochschalten.“ Am Start noch verhalten, kämpfte der junge Hanauer sich auf den ersten 750 Metern von Rang fünf zum Spitzenduo vor, Cornelius Conrad aus Dresden und Jakob Geyer aus Berlin. Alle drei brachten mit wuchtigen Schlägen Wasser zwischen sich und die drei anderen Starter. Ein Rennen Kopf an Kopf entbrannte. „Ich wusste, dass ich noch was im Tank hatte. Die Taktik von Nick und mir hatte bis dahin perfekt funktioniert. Ich konnte mich an Jakob Geyer vorbeischieben und ihn sicher kontrollieren, aber auf den letzten 100 Metern hat es für Cornelius Conrad nicht mehr gereicht. Das ärgert mich schon. Ich bin da mit angezogener Handbremse gerudert, weil ich nicht riskieren wollte, dass mich bei 100% Krafteinsatz eine technische Unachtsamkeit den sicheren zweiten oder sogar dritten Platz kostet.“ Coach Stollenmeyer kann das bestätigen: „Bei der letzten Langstrecke in Leipzig wollte Ole seine 750 Watt im Endspurt auspacken und hat einen kapitalen Krebs gefangen, ist also im Wasser hängengeblieben. Es wird jetzt unsere Aufgabe sein Oles Kraft noch effizienter ins Wasser zu bringen. Der U19-Bundestrainer indes war hochzufrieden mit Hanacks Leistung und lud den Hassianer zum Zweier-Training in den potenziellen Nationalmannschaftskreis ein. Sein Partner wird ein guter Bekannter von der Siegerehrung sein: Bronzemedaillengewinner Jakob Geyer aus Berlin.   
 
Celina Grunwald, die im vergangenen Jahr schon bei der Juniorenweltmeisterschaft die Silbermedaille im Achter errudern konnte, ist dieses Jahr mit ihrer Hanauer Vereinskameradin Jara Herbert unterwegs. Krankheits- und Verletzungspech machten den beiden die Vorbereitung nicht leicht. In den beiden Qualifikationsläufen machten sich die fehlenden Kilometer bemerkbar: Die beiden schafften es nicht, sich für das große oder kleine Finale und damit das Rennen um die ersten 12 Plätze zu qualifizieren. Dessen ungeachtet fassten sich die beiden ein Herz und entschieden das C-Finale souverän für sich. Der Lohn: Gesamtplatz 13. Nun müssen die kommenden Wettkämpfe zeigen, wie es für die beiden Sportlerinnen weiter geht und ob mit harter Arbeit auch dieses Jahr der Traum WM-Teilnahme Realität werden kann.
 
Jakob Rastetter und Hassia Partner Tim Moormann hatten in den vergangenen Trainingslagern große Fortschritte gemacht. Leider verhinderte eine Erkrankung Moormanns den ersehnten Start im Zweier ohne Steuermann. Rastetter stieg daraufhin kurzerhand auf der Ranglisten-Regatta in den Einer. Dort konnte er einen passablen 38. Platz errudern. Moormann und er hoffen nun auf die kommenden Regatten in München und Köln, um sich wieder ins Spiel zu bringen und für die Hessischen Auswahlboote anzubieten.
 

Ergebnisse U19-Einer:

1 . Dresdner Ruder-Club 1902                                          07:14.81     Cornelius Conrad

2 . Hanauer Ruderclub Hassia                                       07:16.76     Ole Hanack

3 . Berliner Ruder-Club                                                    07:17.51     Jakob Geyer

4 . Ruder-Club ‚Allemannia von 1866‘, Hamburg              07:20.83     Stefan Dröge

5 . Schweinfurter Ruder-Club ‚Franken‘ von 1882             07:24.80     Lorenz Grimm

6 . Landesruderverband Mecklenburg-Vorpommern         07:30.84     Nick Häusler