Herbst, das heißt für alle Ruderer: Langstreckenzeit. 5,3 Kilometer galt es am vergangenen Samstag, den 20.11. in Breisach am Rhein zu bewältigen. Im Rennen gegen die Uhr und die versammelte Spitzenkonkurrenz aus Süddeutschland überzeugte die Hassia-Trainingsgruppe mit zwei Siegen und zahlreichen Top Ten Platzierungen.

  

Sieg Nummer eins erruderte Ole Hanack im U19-Einer. Der Bronzemedaillengewinner der U19-EM brachte im Feld von 36 Startern mit 21:03 Minuten 11 Sekunden zwischen sich und den Zweitplatzierten. Für Hanack war der Wettkampf die Generalprobe für die Langstrecke in Dortmund, wo er am kommenden Wochenende das erste Mal auf die nationale U19-Elite treffen wird.

 

Sieg Nummer zwei holte sich Simon Gimplinger im U17-Einer. In starken 21:29 verwies er seine 34 Konkurrenten auf die Plätze. Der Silbermedaillen-Gewinner der letztjährigen Jugendmeisterschaft empfiehlt sich mit dieser Leistung wieder für die Top-Boote des Hessischen Ruderverbandes.

 

Gleich drei Top 10 Platzierungen erreichten die U17-Juniorinnen des HRC Hassia in einem großen Feld aus 35 Starterinnen. Lena Ivanda an Position acht (24:58 Minuten), Jacky Reitz an Position vier (24:12 Minuten) und allen voran Laura Bussian an Position zwei (23:54 Minuten) meldeten damit ebenfalls souverän ihren Anspruch an, in den Auswahlbooten des Hessischen Ruderverbandes zu sitzen.

 

Junioren WM-Silbermedaillengewinnerin Celina Grunwald blieb mit Vereinskollegin Jara Herbert in 22:59 Minuten hinter den eigenen Erwartungen. Mit Platz sechs und 30 Sekunden auf die Erstplatzierten ist die süddeutsche Spitze jedoch nicht außer Reichweite.


Weitere Ergebnisse: 

U19-Einer​​: Niklas Papenfuß, Platz 21 (22:41 Minuten) 

U19-Zweier ohne​: Tim Mormann und Jakob Rastetter, Platz 12 (21:24 Minuten) 

U17-Einer: ​​Leon Nitsch, Platz 13 (23:00 Minuten) / Ben Klusak, Platz 16 (23:20 Minuten)

 

Mit 26 Sportlerinnen und Sportlern sowie zwei voll bepackten Bootsanhängern ist der Hanauer Ruderclub Hassia mit großen Hoffnungen auf die 47. Hessische Landesmeisterschaften im Rudern nach Krefeld in Nordrhein-Westfalen gereist. Schließlich galt es die hessische Spitzenposition der vergangenen Jahre zu verteidigen. Aufgrund diverser Corona-Auflagen konnte die Meisterschaft nicht an ihrem angestammten Standort in Eschwege durchgeführt werden, sondern wurde kurzerhand nach Krefeld verlegt und zusammen mit der Landesmeisterschaft Nordrhein-Westfalens ausgetragen.

 

Am Samstag konnten die Hassianer/innen bei mildem Wetter und relativ ruhigen Wasserbedingungen eine starke Medaillenbilanz von 8 Gold-, 4 Silber- und einer Bronzemedaille errudern. Angespornt von diesen Ergebnissen gelang es den Sportlerinnen und Sportlern auch am Sonntag bei deutlich schwierigeren Bedingungen mit Regen, starken Windböen und teilweise hohen Wellen mit Schaumkronen erfolgreich zu rudern. Sonntags gewannen sie noch einmal 9 Goldmedaillen, 4 Silbermedaillen und zwei Bronzemedaillen. 

Mit der Bilanz von 17 Gold-, 9 Silber- und 3 Bronzemedaillen geht das Team der Hassia wieder einmal als erfolgreichster hessischer Verein aus der Hessenmeisterschaft hervor. 

Ende Oktober wird die Hassia mit einem großen Vereinsfest mit Abrudern und Halloween-Party die Rudersaison 2021 beschließen, bevor es dann mit großem Elan in das harte Wintertraining zur Vorbereitung der Saison 2022 geht.

Ole Hanack vom Hanauer Ruderclub Hassia gewann mit dem deutschen U19-Achter die Bronzemedaille bei der Junioren-Europameisterschaft in München. Dieser Wettkampf wurde pandemiebedingt aus dem Frühjahr in den Herbst verschoben und konnte vom 8. bis 10. Oktober auf der Olympia-Regattabahn in München Oberschleißheim ausgetragen werden. 

Nach einer kurzen Trainingspause in den Sommerferien hatte Hanack bereits im August wieder sein volles Training aufgenommen, um sich auf dieses Event vorzubereiten. Nach den Sommerferien standen wöchentliche Reisen nach Breisach auf dem Programm, wo sich das Team vorbereitete. 

Der große Aufwand zahlte sich aus: mit Vorlauf-Platz 2 hinter Russland qualifizierte sich das deutsche Boot direkt für das Finale. Im Finale ruderte der deutsche Achter zunächst auf Platz 4. Im weiteren Streckenverlauf schoben die deutschen Athleten ihren Bugball an den Tschechen vorbei. Im Ziel freute sich die junge Mannschaft über die Bronzemedaille. Gold ging an Rumänien, Silber an Russland. 
 


Hanack rundet damit eines der erfolgreichsten Jahre des Hanauer RC Hassia ab: im Saisonverlauf hatten sich die Hassianer bereits über WM-Gold, -Silber und -Bronze von Julian Bothe, Celina Grunwald und Lisa Holbrook gefreut. Nun poliert Ole Hanack ein perfektes Jahr der Hassia mit EM-Bronze noch einmal auf. 

Nach einer kurzen Erholungsphase nimmt Ole Hanackgemeinsam mit dem gesamten Hassia-Team die Saison 2022 in den Blick und startet in das harte und berüchtigte Wintertraining der Ruderer.

Seinen ersten Einsatz für den Deutschen Ruderverband (DRV) meisterte Simon
Gimplinger vom Hanauer RC Hassia mit Bravour: über die 2000m gab es Gold, beim
500m-Sprint fuhr der Junioren-Doppelvierer des DRV zu Bronze.
Aufgrund seiner hervorragenden Saisonergebnisse wurde Simon Gimplinger für den
Baltic Cup in Trakai, Litauen nominiert. Hierbei handelt es sich um einen Länderkampf
der Ostsee-Anrainer-Staaten.
Trainer Nick Stollenmeyer freute sich sehr, als sein Schützling Simon Gimplinger das
Vertrauen des DRV ausgesprochen bekam, mit seinen jungen 15 Jahren an diesem
Wettkampf teilzunehmen.
Simon Gimplinger vertrat die deutschen Farben als Schlagmann des Junioren-
Doppelvierers. Gemeinsam mit Timon Mehlhose, Cornelius Conrad und Franz Rudolph
(Dresden / Leipzig) qualifizierte er sich mit einem souveränen Vorlaufsieg für das Finale
über die 2000-Meter-Strecke. Im Finale wusste die Crew mit ihrem langen und
kraftvollen Streckenschlag zu überzeugen und ruderte souverän zu Gold, berichtete
Trainer Stollenmeyer.
Am zweiten Wettkampftag steht beim Baltic Cup traditionell der Sprint auf dem
Programm. Hier kam die Mannschaft mit ihrem ruhigen und kraftvollen Schlag
gegenüber den hochfrequent arbeitenden Nationen etwas in Bedrängnis, konnte sich
aber im Ziel über die Bronzemedaille freuen.
„Dass Simon schon jetzt nominiert worden ist, freut mich sehr. Nun aber noch mit Gold
und Bronze in der Tasche heim zu kommen, ist wirklich fantastisch“ war Stollenmeyer
voll des Lobes. Ein besonderes Bonbon wurde Gimplinger bei der Abschlusszeremonie
zu teil: er durfte als als jüngster deutscher Teilnehmer die schwarz-rot-goldene Fahne
hissen.

An diesem Wochenende sammelt Simon Gimplinger in Trakai/ Litauen seine ersten Erfahrungen im Nationaltrikot. Aufgrund seiner starken Saisonleistungen wurde er vom Deutschen Ruderverband (DRV) für den Baltic Cup nominiert. Beim Baltic Cup handelt es sich um einen Ruder-Wettkampf der Ostsee-Anrainerstaaten. Der DRV nominiert hier die besten Athlet*innen der U17-Altersklasse, die als Vorstufe zur Junioren-Nationalmannschaft erste internationale Wettkampferfahrungen sammeln. 

Gimplinger startet gemeinsam mit Timon Mehlhose, Cornelius Conrad und Franz Rudolph (Dresden / Leipzig)  im Junioren-Doppelvierer. Nach zwei trainingsreichen Wochenenden in Halle und Dresden ging es am Mittwoch über Berlin nach Trakai. Dort ist am Samstag die Normalstrecke von 2000m zu absolvieren. Am Sonntag treten Nationen im 500m-Sprintgegeneinander an. 

Für den 15-jährigen Simon Gimplinger ist diese Nominierung ein beachtlicher Erfolg, da er noch zu den Erstjährigen seiner Altersklasse gehört. Die Hassia freut sich damit über die fünfte Berufung ins Nationalteam in diesem Jahr. Julian Bothe (U23-WM-Gold) Lisa Holbrook (U23-WM-Bronze), Celina Grunwald (U19-WM-Silber) haben schon glänzend vorgelegt.Ole Hanack startet in 2 Wochen bei der U19-Europameisterschaft.

Gold, Silber und Bronze auf Weltmeisterschaften, dazu 11Medaillen bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften. Die sportliche Bilanz der Hassia kann sich wieder einmal sehen lassen. 

Aus diesem Anlass hatte Hassia-Vorsitzender Manfred Matzner zum Meisterschaftsempfang und zur Taufe zweier neuer Boote an die Ochsenwiese geladen. 

Vor seiner Ansprache durfte er zahlreiche Ehrengäste begrüßen: 

Dr. Katja Leikert (MdB), Christoph Degen (MdL), Oberbürgermeister Claus Kaminsky, Rainer Gimplinger (Karl-Rehbein-Schulleiter), Jürgen Scheuermann (Karl-Rehbein-Schulleiter a. D.), Thomas Ritter, (Leiter Fachstelle Sport), Sieglinde Weber (Sportkreis Main-Kinzig) und Lennard Oehl(Bundestagskandidat) ließen es sich nicht nehmen, den jungen Athletinnen und Athleten zu gratulieren.

Dr. Stefan Buschbeck führte als neuer Sportvorstand der Hassia gekonnt durch das Programm und stellte dabei jede Sportlerin und jeden Sportler mit den errungenen Erfolgen kurz vor.

 

Weltmeisterschaften: Gold, Silber und Bronze 

Für das Spitzenergebnis 2021 sorgte Sport-Polizist Julian Bothe. Er wurde U23-Weltmeister im leichten Doppelvierer der Männer. Europameisterin Lisa Holbrook gewann mit ihrem Frauen-Achter auf der U23-Weltmeisterschaft die Bronzemedaille. Newcomerin Celina Grunwald brachte es in ihrer ersten Wettkampfsaison gleich zur Vizeweltmeisterin bei den Juniorinnen. Und sogar eine weitere internationale Medaillenchance gibt es noch: Ole Hanack startet am 9./10. Oktober auf der Junioren-Europameisterschaft in München im Achter. 

 

Nachwuchs überzeugte bei Deutschen Meisterschaften

Zudem freute sich die Hassia-Familie über weitere Nachwuchsathletinnen und –athleten, die auf der Deutschen Jahrgansmeisterschaft erfolgreich waren. 

Jara Herbert, Lena Ivanda und Jaqueline Reitz gewannen die Goldmedaille im U17-Achter, Simon Gimplinger, Jakob Raststetter und Steuermann Leonard Rieth wurden für die Silbermedaille im U17-Doppelvierer geehrt. 

Niklas Papenfuß und Leon Nitsch errangen Platz 5 im Vierer mit Steuermann, Tim Moormann wurde 12. im Einer und Laura Bussian nahm im Doppelzweier erfolgreich an der Deutschen Meisterschaft teil. 

 

Ohne Trainer geht es nicht

Ob Spitze oder Breite – oder wie bei der Hassia – breite Spitze: maßgeblich für den Erfolg sind die Trainer, die täglich ihre Zeit und all ihr Herzblut in die Betreuung der Jugendlichen investieren. Diese Erkenntnis ist bei der Hassianicht neu und entsprechend dankbar ist der Club für die Arbeit von Volker Lechtenberg, Nick Stollenmeyer, Kerstin Büttner, Charlotte Meinen und Alexander Forkert. In unermüdlicher Arbeit hielt das Trainerteam auch unter Corona-Bedingungen den Trainingsbetrieb aufrecht, wofür teilweise sogar der doppelte Stundenaufwand nötig wurde. Dies führte nicht nur zu den großartigen Erfolgen, sondern völlig gegen den bundesweiten Trend auch zu einem Mitgliederzuwachs im Verein. 

 

Bootstaufen „Lutz“ und „Racice“

Nach den Ehrungen wurden zwei neue Rennboote in Dienst gestellt. 

Gudrun Grein taufte den Renn-Vierer der Firma Empacher in Gedenken an ihren verstorbenen Ehemann auf seinen Namen „Lutz“. Lutz Grein war langjähriges Ehrenmitglied der Hassia. Er war jahrelang Trainer, brachte es mit seiner Mannschaft neben zahlreichen Erfolgen auf internationalen und nationalen Meisterschaften bis zu den Olympischen Spielen 1968 in Mexico. Viele weitere Jahre war Lutz Grein als Bootswart, aber auch als gute Seele des Vereins am Bootshaus und insbesondere in der Werkstatt aktiv. Er prägte über Jahrzehnte Generationen von Ruderinnen und Ruderern, bis in den heutigen Vorstand und die heutige Trainingsgruppe schwärmen die Vereinsmitglieder von Lutz Grein als Trainer, Bootswart oder Mentor. 

 

Ein Rennzweier der Firma Empacher wurde von Lisa Holbrook und Julian Bothe auf den Namen „Racice“ getauft. Gute Tradition an der Hassia ist es, neue Boote nach verdienten Vereinsmitgliedern, aber auch nach den Orten großer Erfolge zu benennen. Racice (CZE) war in diesem Jahr Schauplatz der U23-Weltmeisterschaften, wo Julian Bothe zu Gold und Lisa Holbrook zu Bronze fuhren. Erinnerung und Motivation zugleich ist der neue Bootsname, der den Sportlerinnen und Sportlern nun im täglichen Training entgegen strahlt. 

 

Oberbürgermeister würdigt die Arbeit der Hassia

Hanaus OB Claus Kaminsky machte in seiner Ansprache deutlich, wie wichtig die Jugendarbeit der Sportvereine im Allgemeinen für die Stadt Hanau ist und wie stolz die Stadt im Besonderen auf die herausragenden Erfolge der Hassia ist. Weiterhin brachte er seine Freude darüber zum Ausdruck, dass verdiente Persönlichkeiten mit der Namensgebung der Boote auch über ihren Tod hinaus im Mittelpunkt des Clubs stehenund so als Vorbild und Ansporn den nachfolgendenGenerationen in Erinnerung bleiben. 

Als Lohn für die Mühen des Clubs hatte Kaminsky den Zuschuss für den neuen Zweier in Form eines Bewilligungsbescheides gleich persönlich mitgebracht. 

 

Folgende Personen wurden geehrt:

 

Julian Bothe

U23-Weltmeister im Leichtgewichts-Männerdoppelvierer

Deutscher Jahrgangsmeister U23 Leichtgewichts-Männerdoppelvierer

 

Lisa Holbrook

U23-Weltmeisterschaft: Bronze im Frauen-Achter

Deutsche Jahrgangsmeisterschaft U23: Gold im Frauen Vierer ohne und Frauen-Achter

 

Celina Grunwald

U19-Weltmeisterschaft: Silber im Juniorinnen-Achter

Deutsche Jahrgangsmeisterschaft U19: Silber im Juniorinnen-Achter

 

Ole Hanack (abwesend wegen EM-Vorbereitung in Breisach)

Deutsche Jahrgangsmeisterschaft U19: Silber im Junioren-Achter 

Nominierung zur U19-Europameisterschaft am 9./10.10. in München im Achter

 

Jara Herbert, Jaqueline Reitz und Lena Ivanda

Deutsche Jahrgangsmeisterschaft U17: Gold im Juniorinnen-Achter

 

Simon Gimplinger, Jakob Rastetter, Steuermann Leonard Rieth

Deutsche Jahrgangsmeisterschaft U17: Silber im Junioren-Doppelvierer mit Steuermann

 

Niklas Papenfuß und Leon Nitsch

Deutsche Jugendmeisterschaft 

Platz 5 im U17-Vierer mit Steuermann

 

Tim Moormann

Deutsche Jugendmeisterschaft 

Platz 12 im U19-Einer

 

Laura Bussian

Deutsche Jugendmeisterschaft 

Teilnahme im U17-Doppelzweier

 

Trainerteam

Volker Lechtenberg, Nick Stollenmeyer, Kerstin Büttner, Charlotte Meinen und Alexander Forkert

Die Hassianerin und Rehbein-Schülerin Celina Grunwald hat in einem sensationellen Finalrennen auf der Junioren-Weltmeisterschaft in Plovidv/Bulgarien die Silbermedaille gewonnen.
In einem sehr spannenden Finalrennen lag das deutsche Boot nach 500m zunächst auf dem dritten Rang. Auf dem 2. Streckenviertel fiel das Boot dann bis auf den fünften Platz zurück, bevor dann eine furiose 2. Streckenhälfte begann.
Mit der zweitschnellsten Zeit des Feldes wurden die 3. 500m absolviert, so dass die junge Crew bereits bei 1500m hauchdünn auf Silberkurs lag. Ein famoser Endspurt sicherte dann die Silbermedaille ab und schob den deutschen Bugball mit der schnellsten Zeit aller Finalisten auf den letzten 500m wieder an die US-Amerikanerinnen heran.


Für Celina Grunwald war bereits die Qualifikation für den deutschen Achter ein Riesen-Erfolg, da sie erst seit knapp 2 Jahren im Ruderboot sitzt. Nun schon in ihrer ersten Wettkampfsaison als Vizeweltmeisterin aus Plovdiv zurück zu kehren ist ein unglaublicher Erfolg für die junge Hassianerin.
Celina Grunwald hat sich in dem Rennen so verausgabt, dass sie im Ziel umkippte und aus dem Boot geborgen werden musste.

 

 

Sie selbst beschreibt ihre Erlebnisse so: „Am Start war ich unglaublich aufgeregt.  An das eigentliche Rennen kann ich mich kaum erinnern. Ich weiß nur, wie mich im Ziel jemand aus dem Boot gezogen hat und mir dann irgendwann am Steg gesagt wurde, dass wir zur Siegerehrung müssen.“

 


 

Nun ist sie aber wieder wohlauf und kehrt am Montag wohl behalten und mit WM-Silber im Gepäck an die Hassia zurück, wo sie nach 6 Wochen Entbehrungen für Trainingslager und WM von ihren stolzen Vereinskameradinnen und -kameraden in Empfang genommen werden wird.

 

 

Celina Grunwald vom Hanauer RC Hassia konnte sich bei der
Nationalmannschaftsbildung des Deutschen Ruderverbandes (DRV) in Berlin
durchsetzen. Sie startet auf der Junioren WM, die vom 11. bis 15.08. in Plovdiv,
Bulgarien stattfindet, im Achter. Ole Hanack ist aufgrund seiner Saisonleistungen
für den Achter bei den Junioren-Europameisterschaften vorgesehen.


Eine Woche lang wurde getestet was das Zeug hielt: nach ihren Erfolgen bei den
Deutschen Jahrgangsmeisterschaften wurde Celina Grunwald vom Deutschen
Ruderverband zur Nationalmannschaftsbildung eingeladen. Sportmedizinische
Untersuchung, Stufentest und Wettkampftest auf dem Ruderergometer sowie Achter-
Fahrten mit Messsystem standen auf dem Programm.
Anhand detaillierter Untersuchungen wird die Leistungsfähigkeit jeder einzelnen
Sportlerin dabei sowohl auf dem Ruderergometer als auch im Boot genau betrachtet.
Das eigens von der FES in Berlin ausgeklügelte mobile Messsystem gibt im Achter
Aufschluss darüber, mit wie viel Leistung sich jede Sportlerin am Vortrieb des Bootes
beteiligt. Auch die rudertechnischen Finessen, die das Boot mehr oder weniger
gleichmäßig durchs Wasser fahren lassen, werden objektiviert und bewertet.


Am Ende stand für Celina eine neue Bestleistung auf dem Ruderergometer, mit der sie
als zweitstärkste aller angereister Kandidatinnen glänzen konnte. Im Messboot
platzierte sie sich als vierte ebenfalls im Achterkreis und wurde somit vom
Bundestrainer für den Achter, der zur Junioren-WM geschickt wird, benannt.
Ab sofort stehen nun täglich 2-3 Trainingseinheiten in Berlin-Grünau an, bevor es dann
am 8. August für das deutsche Team zur Junioren-WM nach Plovdiv geht.


Ole Hanack im Achter zur EM
Ole Hanack freute sich dieser Tage ebenfalls. Er wurde vom Deutschen Ruderverband
für die Junioren-Europameisterschaft benannt. Diese findet am 09./10. Oktober in
München statt.
Aufgrund seiner Silbermedaille im Achter auf der Deutschen Jahrgangsmeisterschaft
sowie seiner starken physischen Leistungsfähigkeit öffnete sich für Hanack diese Tür ins
internationale Rudergeschäft. Auf der Junioren-EM wird er die deutschen Farben im
Achter vertreten. Bis dahin heißt es zunächst, sich zu Hause fit zu halten. Denn erst,
wenn die WM-Mannschaft nach Plovdiv gereist ist, wird die EM-Mannschaft verbindlich
vom Verband nominiert und startet mit den gemeinsamen Vorbereitungen. Sollte es zu
einer Absage der Junioren-WM kommen, wovon derzeit niemand ausgeht, könnte der
EM-Traum für Hanack noch einmal platzen. Denn in diesem Falle wird die WM-
Mannschaft mit Celina Grunwald an Bord vom DRV zur Europameisterschaft geschickt.
Es heißt also weiter: Daumen drücken für die Austragung dieser internationalen
Sportevents. Und Spitzensport ohne Zuschauer, das kennen Ruderer auch ohne
Pandemie.

Bei der U23-Weltmeisterschaft im tschechischen Racice fuhr Julian Bothe vom Hanauer Ruderclub Hassia mit dem Leichtgewichts-Männer-Doppelvierer des Deutschen Ruderverbandes souverän zur Goldmedaille. Lisa Holbrook sicherte sich im Frauen-Achter die Bronzemedaille. 


 

„Es war mit Sicherheit das anstrengendste Rennen der Saison und trotzdem war es das Rennen, das am meisten Spaß gemacht hat“, erzählte der frisch gebackene Weltmeister nach seiner furiosen zu Fahrt zu Gold. Gemeinsam mit Finn Wolter (Witten), Paul Leerkamp (Osnabrück) und Aaron Wenk (Berlin) hatte er auf den 2000 Metern eine Bootslänge auf die Verfolger aus Frankreich (Silber) und Italien (Bronze) herausgerudert. Bereits im Vorlauf hatte die deutsche Crew die Italiener deutlich distanziert und war mit der schnellsten Zeit aller Boote vom Wasser gegangen. Spätestens danach war klar, dass die Aussichten für den Finaltag glänzend sind. Und glänzend war dann auch die Rudertechnik. Mit blitzsauberer Wasserarbeit und einem harmonischen Rhythmus brachte die Mannschaft um den Hanauer Schlagmann ihr Boot so gut ins Laufen, dass sie nach anfänglicher Führung ihren Vorsprung zwischenzeitlich sogar auf mehr als eine Bootslänge ausbauen konnte. „200 Meter vor dem Ziel wurde mir das erste Mal klar, dass unseren Gegnern das Wasser zum Aufholen ausgeht“, so Bothe nach dem Rennen. Und tatsächlich: nach 5:56,23 hatte der deutsche Bugball als erstes die Ziellinie durchschnitten. Überglücklich nahm Bothe, der in der Sportfördergruppe der hessischen Polizei studiert, die Goldmedaille entgegen. „Wenn der Sprecher deine Mannschaft als Champions of the World ankündigt und die Nationalhymne gespielt wird, dann rollt auch die ein oder andere Träne“ gab Bothe einen Einblick in seine Gefühlswelt nach dem Rennen. 


 

Eine zwischenzeitliche Führung erruderte sich auch der deutsche Frauen-Achter mit Hassianerin Lisa Holbrook an Bord. „Wir sind stark losgefahren, haben stark nachgelassen, aber es hat gereicht“ fasste Holbrook das Rennen ihrer Achter-Crew prägnant zusammen. Bis zur 1000-Meter-Marke fuhr der Achter des Deutschen Ruderverbandes an der Spitze des Feldes mit. Auf der zweiten Streckenhälfte zog zunächst die Mannschaft aus den USA und dann das Boot aus den Niederlanden auf und davon, der deutsche Achter konnte die Bronzemedaille mit einer Bootslänge Vorsprung bis ins Ziel absichern, Polen folgte mit vier Sekunden Rückstand auf Platz 4. 

„Die Niederlande hatten wir auf dem Schirm und die Amerikanerinnen dominieren seit Jahren“ analysierte Holbrook nach dem Rennen. Tatsächlich ist die Bronzemedaille im Frauen-Achter viel wert, denn die Riemen-Frauen des Deutschen Ruderverbandes hatten in den letzten Jahren nicht viele Medaillen gewinnen können. Nun könnte die Talsohle durchschritten sein: nach Gold bei der U23-Europameisterschaft im vergangenen Herbst jetzt also WM-Bronze für Holbrook mit dem deutschen Frauen-Achter. 
 


„Das war eine perfekte U23-WM für uns. Gold für Julian bei seiner ersten WM-Teilnahme ist natürlich der Oberhammer. Und das auch Lisa mit einer Medaille heimkommt freut mich ganz besonders.“ war Hassia-Trainer Volker Lechtenberg voll des Lobes über die WM-Ausbeute seiner Hassia-Sportler.