Am Montag, den 25. Juli starten im italienischen Varese die Ruder-Weltmeisterschaften U19/U23. Zwei Hassianer und zwei Hassianerinnen wollen dort um die Medaillen mitmischen.



Lisa Holbrook, Celina Grunwald, Ole Hanack und Trainer Nick Stollenmeyer – diese vier werden die Farben des Hanauer Ruderclub Hassia bei der kombinierten WM der Altersklassen U23 und U19 im italienischen Varese hochhalten. Mehr als 1000 Ruderinnen und Ruderer aus aller Welt werden auf dem Lago die Varese, 50 Kilometer nördlich von Mailand ins Rennen um die begehrten WM-Medaillen gehen. Lisa Holbrook im U23-Vierer ohne Steuerfrau, Celina Grunwald im U19-Achter, Ole Hanack im U19-Doppelzweier und Nick Stollenmeyer als Trainer des U19-Vierer mit Stuerfrau. Die Vorentscheidungen laufen ab dem 25. Juli, die Medaillen werden in den Finalläufen am 30. und 31. Juli vergeben.



Lisa Hoolbrook, die amtierende U23-WM-Bronzemedaillengewinnerin im Achter bleibt dem Verlauf ihrer Saison treu: Nichts läuft wie geplant. Waren es über das Jahr eine Coronainfektion und eine gebrochene Rippe, die die Ambitionen der Architekturstudentin zur Nichte machten bereits jetzt in der offenen Alterskategorie am WM-Start zu liegen, so ist es jetzt die Corona-Infektion einer ihrer Teamkameradinnen im Vierer ohne kurz vor der WM. Aber Lisa wäre nicht Lisa, wenn sie das beunruhigen würde, im Gegenteil. Schließlich schaffte sie die großen Steine in ihrem Weg souverän aus dem Weg und qualifizierte sich mit nur drei Wochen gemeinsamer Vorbereitung und kurz nachdem ihre Rippe dies wieder zuließ für die U23 WM. Das heißt: selbst, wenn ihre vierte Mitruderin nicht rechtzeitig fit werden sollte, Lisa bleibt cool und wird ihr Bestes tun, um die Aufgabe in bester Holbrook-Manier auch mit einer Ersatzruderin zu wuppen.



Ole Hanack, amtierender EM-Bronzemedaillengewinner im U19-Achter, genießt das harte Trainingslager in Berlin Grünau. Er ist voll in seinem Element und vermisste bislang in der Sommerhitze höchstens ein bisschen mehr Spaß und Entspannung zwischen den Rudereinheiten. Der Doppelzweier mit seinem Partner Jakob Geyer vom Berliner Ruderclub läuft von Tag zu Tag und von Belastung zu Belastung besser. Jetzt fiebern die beiden der WM in Varese entgegen. Dort erwartet sie mit insgesamt 26 gegnerischen Booten das zweitstärkste Meldefeld der gesamten U19-WM. Ein echter Leckerbissen, bei dem es nicht nur wegen der norditalienischen Temperaturen heiß her gehen wird.



Celina Grunwald ist amtierende WM-Silbermedaillengewinnerin im U19-Achter und wird auch in Italien mit ihren Teamkameradinnen in dieser Bootsklasse am Start liegen. 10 anderen Teams gilt es dann die Butter vom Brot zu nehmen. Darauf hat sich die Mannschaft nach den harten Trainingseinheiten schon eingeschworen – beim gemeinsamen Waffelessen, einer der kleinen Freizeitfreuden der ambitionierten Sportlerinnen im durchgetakteten Trainingslager-Alltag.



Nick Stollenmeyer coachte in dieser Saison Celina Grunwald und Ole Hanack zum Erfolg und zur WM-Qualifikation. Das fiel auch dem Deutschen Ruderverband auf, der Stollenmeyer sogleich für ein besonderes Projekt nominierte: die Bildung des weiblichen U19-Vierers mit Steuerfrau. Stollenmeyer, der auch an der Karl-Rehbein-Schule unterrichtet fand sich ganz in seinem Element wieder. Vom Kartenspiel bis zu gemeinsamen Freizeitaktivitäten ließ er kein Register des Teambuildings ungezückt und tat auch auf dem Wasser das, wofür ihn der Deutsche Ruderverband haben wollte: beim abschließenden Relationsrennen erzielte seine Mannschaft von allen deutschen Booten im Quervergleich die zweitschnellste Zeit. Ein gutes Zeichen für die WM in Varese.
 



Ein typischer Tag für die Mannschaften im Trainingslager vor der Weltmeisterschaft:

Aufstehen um 5:30, kleiner Imbiss, Rudern um 6:00 Uhr mit intensiven Strecken, 8:00 großes Frühstück, 11:00 Kraft-Training oder Alternativtraining an Land mit anschließender Gymnastik. 13:00 Mittagessen mit anschließender Pause oder Physiotherapie. 15:30 Lange Rudereinheit zwischen 18 und 22 Kilometer. 18:30 Abendessen. 19:45 Stretching und Kräftigungsgymnastik für den Rumpf. 22:00 Nachtruhe.


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Zur leichteren Zuordnung hier die jeweiligen Mannschaftsfotos samt Namen:
Celina Grunwald 4vl mit ihrem Team _Quelle_DRV_Schwier.jpeg

U19 Achter

von links:

Lilly Waske, Dresden

Leonie Ristow, Potsdam

Tjorven Schneider, Münster

CELINA GRUNWALD

Emma Mehner, Dresden

Janina Kröber, Magdeburg

Isabell Heine, Dresden

Michelle Lehbahn, Potsdam

Florentina Riffel, Potsdam

 

 

Lisa Holbrook links mit ihrem Team _Quelle_DRV_Schwier .jpeg

U23 Vierer ohne

von links:

LISA HOLBROOK

Katharina Bauer (Trier)

Annika Elsen (Trier)

Mira Moch (Regensburg)

 

 

Ole Hanack, Jakob Geyer, U19 Doppelzweier _Quelle_DRV_Schwier.jpeg

U19 Doppelzweier

von links:

OLE HANACK

Jakob Geyer (Berlin)

 

Trainer Nick Stollenmeyer mit seinem U19 Vierer mit _Quelle_DRV_Schwier.jpeg

U19 Vierer mit

von links:

Steuermann Elias Fabian (Speyer)

Stella Kreft (Magdeburg)

Sara Grauer (Münster)

COACH NICK STOLLENMEYER

Viola Heidacher (Halle)

Maya Grün (Essen)

 

100 Hassianerinnen und Hassianer bei Sommerfest und interner Regatta am Main

Nach langer Corona-Pause konnte der Hanauer Ruderclub Hassia am vergangenen Wochenende wieder sein Sommerfest ausrichten. Hauptbestandteil: die interne Regatta in vier verschiedenen Bootsklassen. Ein absolutes Highlight des Vereinslebens, denn alle Generationen und Geschlechter saßen zusammen im sprichwörtlich „selben Boot“.

Über 100 Vereinsmitglieder, Freunde, Eltern und Bekannte feuerten die Hassianer*innen zwischen 12 und 75 Jahren in den acht Mix-Doppelzweiern, fünf Generationen Gig-Doppelvierern und drei Vereinsachtern an. Ganze 17 Rennen von Vorläufen über Halbfinals und Finals rauschten den Main entlang – bei bestem Wetter, kühlen Getränken, Heißem vom Grill und den zufriedenen Augen des Sportvorsitzenden Stefan Buschbeck: „Eine Klasse Sache, die Interne. Wenn die Kinder mit den Senioren ins Boot steigen, die Leistungssportler mit der Hobbygruppe – das sind einfach tolle Rennen, die auch noch total spannend und knapp ausgehen.“ Auch Hassia-Vorsitzender Manfred Matzner zeigte sich nach seinem eigenen Achterrennen begeistert: „Hier stand der Spaß für alle im Vordergrund. Ein großes Plus für das Vereinsleben über alle Gruppen hinaus. Besonders dankbar bin ich für die vielen helfenden Hände und mitgebrachten Leckereien für Grill und Kuchenbuffet. So funktioniert Verein.“ Vereinsmeister in den Einern wurden, wie zu erwarten, der amtierende Deutsche U17 Meister in dieser Bootsklasse, Simon Gimplinger und bei den Frauen Jara Herbert.

15 Starts – 7x Gold, 2x Silber – alle Starterinnen und Starter im A-Finale der besten sechs. Die Trainingsgruppe des Hanauer Ruderclub Hassia kehrt mit einem der besten Ergebnisse der Vereinsgeschichte von den Deutschen Meisterschaften U17/U19/U23 zurück.

 

Die Trainingsgruppe des Hanauer Ruderclub Hassia hat auf den Deutschen Meisterschaften U17/U19/U23 eines der besten Ergebnisse der Vereinsgeschichte eingefahren. Die Sportlerinnen und Sportler starteten auf dem Fühlinger See in Köln in 15 Rennen. In 15 davon erreichten sie über Vorläufe, Hoffnungsläufe und Halbfinals das Finale A der besten sechs Boote. 7 Mal hieß es in den 15 Finals dann: „Gold für den Hanauer Ruderclub Hassia.“ Zwei Mal gab es dann noch Silber.

Hassia Urgestein und erster Vorsitzender Manfred Matzner ordnete das Ergebnis sogleich als historisch ein. „Noch nie haben die Hassianerinnen und Hassianer so viele Goldmedaillen mit nach Hause gebracht. Noch dazu verteilt über alle Altersklassen und Geschlechter. Die gute Arbeit fiel selbst Kommentatoren-Koryphäe Boris Orlowski aus Essen auf, der seit mehr als zwei Jahrzehnten die Rudersportszene auf den Regattaplätzen unterhält. Während des Finals im U19 Zweier als bereits vier Gold- und eine Silbermedaille auf dem Konto gelandet waren platzte es aus ihm heraus: „Die Hanauer machen hier auf der Meisterschaft überall auf sich aufmerksam. In den Einern, in den Zweiern. Da wird ein guter Job gemacht, eine klasse Jugendarbeit.“


U23-WM-Bronzemedaillengewinnerin Lisa Holbrook plagte nach einem vielversprechenden Saisonstart das Verletzungspech. Doch die Architekturstudentin landete den perfekten Coup: Mit nur etwas mehr als drei Wochen gemeinsamem Training konnte sie mit ihren alten Bekannten aus Trier und Regensburg den U23-Vierer ohne Steuerfrau gewinnen – und fährt nun in dieser Bootsklasse zur Weltmeisterschaft.

Ole Hanack hielt dem Druck auf seinen jungen Schultern Stand und lieferte, wie vom U19-Bundestrainer erwartet, zwei Goldmedaillen ab: im Doppelzweier mit Jakob Geyer aus Berlin und im Doppelvierer. „Ole war zufrieden mit seinen Rennen, ist aber schon wieder voll fokussiert für seine anstehenden Aufgaben.“, erklärte sein Coach Nick Stollenmeyer. Denn in der kommenden Woche geht es für ihn in sein erstes DRV-Trainingslager als unmittelbare Vorbereitung auf die U19-Weltmeisterschaften, die im italienischen Varese vom 27. – 31. Juli stattfinden werden. „Ich freue mich sehr, denn dort werde ich wieder mit Jakob Geyer in meiner Wunschbootsklasse am Start liegen!“

Simon Gimplinger gelang ein bemerkenswerter Erfolg mit Seltenheitscharakter. Der U17-Athlet startete im Einer und im gesteuerten Doppelvierer. „Das sind nicht nur die beiden umkämpftesten U17-Bootsklassen.“, erklärte Gimplingers Coach Robby Gerhardt. „Zwischen den beiden Finals liegen auch nur etwas mehr als zwei Stunden zur Regeneration. Zu wenig, um nochmal runterzukommen oder vernünftig zu kompensieren.“ Es gelang trotzdem, das Meisterstück: Beide Male hieß es Gold an Simon Gimplinger. In den letzten 25 Jahren schaffte dies nur ein einziger weiterer U17-Ruderer. „Es war hart, aber der Wahnsinn. Leonard am Steuer, Julius und Rufus aus Offenbach und Alex aus Frankfurt haben 150% Prozent gegeben. Ohne den Spirit im Team wäre ich auch niemals im Einer so schnell gewesen. Einfach nur Hammer!“

Das Hassia-U17-Mädchen-Trio aus Laura Bussian, Lena Ivanda und Jacky Reitz holte zwei Titel und eine Silbermedaille. Bussian fuhr ein mehr als mutiges Finale im U17-Einer. Bis 200 Meter vor dem Ziel lag sie in Führung und setzte die Top-Favoritin aus Düsseldorf gehörig unter Druck. Nur eine Bootslänge trennte sie schließlich von Gold, als es der Favoritin doch noch gelang mit letzter Kraft vorbeizuziehen. Gold holte die junge Hanauerin trotzdem – und zwar gemeinsam mit ihren Teamkameradinnen Jacky und Lena im U17-Hessenachter. „Ich bin überglücklich und stolz auf die drei. Besonders, dass sie es auch gemeinsam aufs Treppchen und dann noch zu Gold geschafft haben.“, freute sich Trainer Gerhardt nach einem Rennen, dass an Spannung kaum zu überbieten war. Denn über die gesamte Strecke trennte die ersten drei Boote nicht mehr als 50cm. Erst mit den letzten fünf Schlägen machten die Hessinnen das Ding zu. Schon am frühen Morgen hatten Ivanda und Reitz im Vierer mit Steuerfrau, dem „Hessenexpress“, souverän Gold geholt.

Jakob Rastetter und Tim Moormann holten die zweite Silbermedaille für die Hassia. Im U19 Zweier ohne Steuermann waren es abermals Kampfgeist und schierer Wille, der ihren Bugball an zweiter Stelle über die Ziellinie peitschte.

Celina Grunwald konnte gemeinsam mit Steuermann Leonard Rieth zwei vierte Plätze erreichen: im U19-Vierer mit und im U19 Achter. Die U19-WM Bronzemedaillegewinnerin war damit zwar nicht so erfolgreich wie bei der letztjährigen Deutschen Meisterschaft. Auf Grund ihrer überragenden physischen Stärke wurde sie vom Bundestrainer aber dennoch zur Mannschaftsbildung für die U19-Weltmeisterschaft eingeladen.

Die weiteren Platzierungen erruderten Leon Nitsch und Steuermann Jan Schön im U17-Hessenachter der Jungen (Platz 4), Lisa Holbrook im U23-Achter der Frauen (Platz 4), Jan Schön im U19-Achter (Platz 5) und Jara Herbert mit ihrer Mainzer Partnerin im U19 Zweier ohne (Platz 6).

„Der wichtigste Bestandteil des Hassia Erfolgs ist die Karl-Rehbein-Schule mit den Strukturen des Regionalen Talentzentrums.“, erklärt Coach und Lehrer Nick Stollenmeyer. „All unsere platzierten Sportlerinnen und Sportler gehen oder gingen auf die KRS. Leistungssport auf so einem hohen Niveau und mit bis zu 9 Trainingseinheiten in der Woche funktioniert nur mit dieser Struktur und dem Rückhalt der Schule.“, fügt Coach Robby Gerhardt hinzu, der ebenfalls an der KRS unterrichtet. „Unser Dank geht deshalb neben allen Förderinnen und Förderern, neben Eltern und Ehrenamter*innen vor allem an die Schulleitung und das Kollegium.

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Die Medaillen im Überblick:

 

Gold                 U23 Vierer ohne Steuerfrau                                   Lisa Holbrook

Gold                 U19 Doppelzweier                                   Ole Hanack

Gold                 U19 Doppelvierer                                     Ole Hanack

Gold                 U17 Einer                                              Simon Gimplinger

Gold                 U17 Doppelvierer mit Steuermann              Simon Gimplinger, Steuermann Leonard Rieth

Gold                 U17 Vierer mit Steuerfrau                         Lena Ivanda, Jacky Reitz

Gold                 U17 Achter mit Steuerfrau                         Lena Ivanda, Jacky Reitz, Laura Bussian

Silber                U19 Zweier ohne Steuermann                    Jakob Rastetter, Tim Moormann

Silber                U17 Einer                                              Laura Bussian

 

4. Platz              U23 Achter mit Steuerfrau                         Lisa Holbrook

4. Platz              U19 Vierer mit Steuermann                                   Celina Grunwald, Steuermann Leonard Rieth

4. Platz              U19 Achter mit Steuermann                       Celina Grunwald, Steuermann Leonard Rieth

4. Platz              U17 Achter mit Steuermann                       Leon Nitsch, Steuermann Jan Schön

5. Platz              U19 Achter mit Steuermann                       Jakob Rastetter, Tim Moormann, Steuermann Jan Schön

6. Platz              U19 Zweier ohne Steuerfrau                      Jara Herbert

Die Deutschen Jugendmeisterschaften der Altersklassen U17, U19 und U23: Darauf hat das Team des Hanauer Ruderclub Hassia 10 Monate hintrainiert und -gefiebert! Von Donnerstag bis Sonntag werden auf dem Fühlinger See bei Köln die Deutschen Meisterinnen und Meister gesucht. Durch die hervorragende Verzahnung mit der Karl-Rehbein-Schule und dem Regionalen Talentzentrum ist das „Team Hassia“ gut vorbereitet, befinden die Hassia Coaches Nick Stollenmeyer und Robby Gerhardt. Durch die Vorleistungen der Saison können sich einige junge Ruderinnen und Ruderer berechtigte Hoffnungen machen bei den Medaillen- und sogar Titelkämpfen ein Wörtchen mitreden zu können:

 

Lisa Holbrook, international dekorierte Spitzen-U23-Athletin der Hassia greift nach langer Verletzungspause im Vierer ohne Steuerfrau an – mit ihren Partnerinnen aus Regensburg und Trier. Auch auf dem Rennplan: der Achter.

 

Ole Hanack ist bereits für die U19-WM qualifiziert. Siege im Doppelzweier mit Partner Jakob Geyer aus Berlin und im Doppelvierer sind für Pflicht und eigener Anspruch.

 

Celina Grunwald geht mit ihren Partnerinnen aus Mannheim und Karlsruhe im U19 Vierer mit Steuerfrau an den Start. Hier wird ein harter Kampf mit der Kombination aus Dresden und Magdeburg um den Titel erwartet. Darüber hinaus ist die junge Hanauerin im ersten „Südteam-Achter“ vertreten.

 

Jara Herbert geht mit Anna-Louisa Weber aus Mainz im U19 Zweier ohne an den Start. Läuft alles optimal, ist eine Medaille für die frische Kombination drin.

 

Tim Moormann und Jakob Rastetter, Überraschungs-A-Finalisten der letzten Rangliste in Duisburg wollen es im U19 Zweier ohne noch einmal wissen und ihre harte Arbeit im besten Fall mit einer Medaille krönen.

 

Simon Gimplinger geht ungeschlagen in den Wettkampf auf der Fühlinger Regattabahn. Das U17-Talent startet im Einer und Doppelvierer mit Steuermann. Die Kombination ist doppelt hart: beide Bootsklassen sind besonders umkämpft und der Abstand zwischen den beiden Finals beträgt nur knapp mehr als zwei Stunden – wenig Zeit zur Erholung. Im Doppelvierer wird Vereinskamerad Leonard Rieth vom Steuerplatz für noch größere Motivation sorgen.

 

Leon Nitsch startet im U17-Hessenachter. Das Ziel: eine Finalteilnahme um die besten sechs Plätze. Auch hier am Steuer ein Hassianer: Jan Schön.

 

Laura Bussian vertritt die Hassia-Farben im U17-Einer. Eine der härtesten Bootsklassen. Über die Saison war sie vorne mit dabei. Eine Medaille scheint für die junge Athletin greifbar.

 

Jacky Reitz und Lena Ivanda gewannen bei der letzten Regatta gegen die nationale Konkurrenz den U17-Vierer mit Steuerfrau. In Köln ist ihr Ziel genau das zu wiederholen – und gemeinsam mit Vereinskollegin Laura Bussian aus dem Einer auch im Hessenachter den Sprung auf das Treppchen zu schaffen. 

Ole Hanack qualifiziert sich auf der Wedau-Regattabahn Duisburg vorzeitig für U19-WM, Celina Grunwald mischt wieder mit und U17-Talente unterstreichen Medaillenambitionen in mehreren Bootsklassen.

 


„Generalprobe für die Deutschen Jugendmeisterschaften erfolgreich.“, so lautet das Fazit der Hassia Coaches Nick Stollenmeyer und Robby Gerhardt nach der Juniorenregatta auf der Duisburger Wedau am vergangenen Wochenende. Drei Wochen vor der Meisterschaft in Köln lieferten die U17- und U19-Talente der Hassia gute bis sehr gute Leistungen ab:

 

Ole Hanack konnte sich frühzeitig für die U19-Weltmeisterschaft qualifizieren. „Endlich! Darauf habe ich seit September hingearbeitet.“, freute sich der junge Athlet. Zuvor hatte er auf der Einer-Rangliste nach souveränen Siegen im Vor- und Zwischenlauf den 6. Platz belegt. Coach Stollenmeyer bleibt kritisch: „Das Finale war Oles schlechtestes Einer-Rennen in dieser Saison. Umso besser, dass es trotzdem für die Qualifikation gereicht hat und er auch diese Erfahrung nutzen kann, um es beim nächsten Mal besser zu machen. Jetzt muss Ole die Spannung noch bis zu den Deutschen Meisterschaften hochhalten, damit er seine Wunschbootsklasse – den Doppelzweier mit Jakob Geyer aus Berlin – gewinnt und darin auch zur WM fährt. Schafft er das nicht, erwartet ihn noch eine harte Selektion für den Doppelvierer.“

 

Celina Grunwald konnte letztes Jahr Silber im U19-Achter auf der Weltmeisterschaft gewinnen. In dieser Saison kam sie noch nicht richtig in Schwung. Doch kurz vor den Deutschen Meisterschaften zeichnet sich ein Hoffnungsschimmer ab: „Celina hat sich auf Ranglistenplatz 12 verbessert. Damit ist sie in einen neuen Vierer gerutscht, der das Zeug hat, die erneute WM-Quali auf der Meisterschaft zu schaffen.

 

Tim Moormann und Jakob Rastetter sorgten auf der Wedau für die Überraschung schlechthin. Nach Krankheitspech im bisherigen Saisonverlauf gingen sie als absoluter Außenseiter mit Wildcard in die U19-Zweier-Rangliste und ruderten sich mit zwei furiosen Kraftakten ins A-Finale. „Ich habe immer noch Gänsehaut!“, freut sich Nick Stollenmeyer. Selten habe ich in meinen 20 Jahren als Coach so viel Kampfgeist gesehen.“ Die Belohnung: Gesamtplatz 6 und damit die Möglichkeit für bessere Plätze in den Mannschaftsbooten des Südteams.

 

Simon Gimplinger wiederholte seine Erfolge aus Mannheim, München und Köln: auch in Duisburg gewann er die A-Finals im U17-Einer und U17-Doppelvierer mit Vereinskamerad Leonard Rieth am Steuer, sowie Alexander Monissen (Frankfurt), Julius Klein und Rufus Henning (beide Offenbach). „Simons Leistungen sind gut. Aber, er nimmt das nicht für selbstverständlich hin. Das zeichnet ihn aus.“, erzählt Trainer Robby Gerhardt. „Wir müssen und werden in den nächsten Wochen weiter hart arbeiten – in beiden Bootsklassen. Die Konkurrenz wird nicht schlafen.“

 

Rund läuft es auch für die starke U17-Gruppe der Mädchen: Laura Bussian belegte im A-Finale des Einers den Bronzerang, nachdem sie das Rennen nach 1000 Metern Führung noch aus der Hand geben musste. Jacky Reitz und Lena Ivanda holten sich eine Goldmedaille ab: im Juniorinnen Vierer mit Steuerfrau – gemeinsam mit Charlotte Johnson (Frankfurt), Mara Buchwald (Oberrad) und Steurfrau Isabel Sanchez. Mit vereinten Kräften und ergänzt um Louisa Will (Weilburg), Marie Gelbert (Limburg) und Francesca Garijo (Frankfurt) holten die drei Rehbein-Schülerinnen Bussian, Ivanda und Reitz auch noch die Goldmedaille im Achter. „Der Hassia-Motor läuft!“, freute sich Coach Robby Gerhardt. „Aber hier gilt das gleiche, wie bei den Jungs: was zählt, sind die Meisterschaften. Und bis dahin heißt es hart arbeiten und vor allem gesund bleiben.

Die Juniorenregatta in Köln war für das U17 und U19 Team des Hanauer Ruderclub Hassia eine kleine Generalprobe. Denn Ende Juni werden auf dem Fühlinger See in Köln auch die Deutschen Jugendmeisterschaften ausgetragen. Die Bilanz des vergangenen Wochenendes lässt dort auf gute Ergebnisse hoffen.

 

Ole Hanack entschied das A-Finale des U19-Einers für sich. Allerdings nicht so souverän, wie Hassia U19-Coach Nick Stollenmeyer es sich gewünscht hätte: „Ole war zwar vorne, aber Stefan Dröge aus Hamburg war zu nah dran! Auf der Einer-Rangliste im April hatte Ole noch vier Sekunden Vorsprung. Jetzt waren es nur 0,6. Aber ich bin mir sicher, dass es beim nächsten Mal wieder besser klappt. Wir sind jetzt wachgerüttelt und werden Ole intensiv auf die entscheidende Qualifikationsrangliste für die U19-WM vorbereiten.“ Diese wird für alle U19 vom 3. – 5. Juni auf der Regattabahn in Duisburg Wedau ausgetragen.

 

Rehbeinschüler Simon Gimplinger konnte seine gute Form aus München bestätigen: Im U17-Einer ließ er abermals nichts anbrennen und entschied das A-Finale mit einem komfortablen Vorsprung von 7 Sekunden für sich. Mit seinen Partnern Alexander Monissen (Frankfurt), Rufus Henning, Julius Klein (beide Offenbach) und Vereinskamerad Leonard Rieth am Steuer holte er auch den A-Final Sieg im U17-Doppelvierer nach Hessen – wenngleich auch deutlich „unkomfortabler“, wie Hassia U17-Coach Robby Gerhardt sich erinnert: „Mit dem starken Doppelvierer aus Halle und Magdeburg entbrannte vom Start weg ein harter Bord an Bord Kampf. Gebrüll von den Steuerleuten, die ihre Jungs zu Höchstleistungen anpeitschten. Aber kein Boot konnte sich einen wirklichen Vorteil erarbeiten. Auf den letzten 250m flogen die beiden Boote Bugball an Bugball Richtung Ziel. 0,46 Sekunden Vorsprung waren es im Ziel für unseren Hessenvierer. Was für ein Rennen!“

 

Auch die anderen Rehbeinschüler vom Regionalen Talentzentrum konnten Ausrufezeichen setzen: vor allem Laura Bussian: Sie musste im A-Finale des U17-Einers nur ihre Konkurrentin aus Düsseldorf ziehen lassen und holte mit einem Rückstand von rund 3 Sekunden Silber. „Laura hat alles gegeben und ist am Start vom Feld weggeflogen. Hintenraus hat es dann leider nicht gereicht. Aber wir sind optimistisch. Wir haben noch ein paar Wochen bis zu den Deutschen Meisterschaften und am Montag wird Lauras neues Boot geliefert. Davon erhoffen wir uns noch einmal den entscheidenden Boost.“, freute sich ihr Coach und Lehrer-Trainer an der Karl-Rehbein-Schule Robby Gerhardt. Im U17-Doppelvierer holte Bussian zusammen mit Vereinskollegin Lena Ivanda, sowie Charlotte Johnson (Frankfurt), Marie Gelbert (Weilburg) und Wilhelm Kaidel (Offenbach) am Steuer Silber im A-Finale.

 

Lena Ivanda und Jacky Reitz schnappten sich im U17-Doppelzweier noch den Sieg im B-Finale. Leon Nitsch, Ben Klusak, Sebastian Kosik (Frankfurt), Jona Thorn (Gießen) und Steuermann Jan Schön taten es den beiden im U17-Doppelvierer gleich.

11 Mal überquerten Boote des Hanauer Ruderclub Hassia die Ziellinie als erste. Ole Hanack, Simon Gimplinger und Laura Bussian schafften das im A-Finale und sicherten der Hassia auf der Olympiastrecke in München vier Goldmedaillen.



Die Olympia-Regattastrecke in München Oberschleißheim richtet jeden Mai die Internationale Juniorenregatta für die Altersklassen U17 und U19 aus. Traditionell versammelt sich dort schon früh in der Saison die nationale Spitze und trifft auf Boote aus ganz Europa. Die Hassia-Mannschaften fuhren ihre Rennen diesmal gegen Teams und Nationalteams aus Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Großbritannien, Tschechien und sogar der Ukraine. 

Ole Hanack marschiert weiterhin souverän in Richtung Junioren-Weltmeisterschaft: mit seinem Partner Jakob Geyer vom Berliner Ruderclub entschied er den U19-Doppelzweier für sich. Gold Nummer eins für die Hassia auf der traditionsreichen Olympiabahn von 1972. Im Doppelvierer hatten Hanack und Geyer Pech. Eine technische Unsauberheit kostete sie auf den letzten Schlägen den Sieg. Die Tschechen holten sich Gold. Auf dem „Konto“ der Hassia landete eine Silbermedaille.

Simon Gimplinger und Laura Bussian dominierten jeweils die U17-Einer: Gimplinger verwies im Finale seine Konkurrenten aus Magdeburg und Frankfurt mit 6 bzw. 7 Sekunden auf Platz zwei und drei. Seine Schulkameradin von der Karl-Rehbein-Schule, Laura Bussian brachte mit einem beeindruckenden Start-Ziel-Sieg sogar 14 bzw. 30 Sekunden zwischen sich und ihre beiden nächsten Verfolgerinnen aus Limburg und Wien. Gold Nummer zwei und drei für die Hassia.

Gimplinger legte sogar noch eine Schippe drauf: im U17-Doppelvierer mit Steuermann konnte er der Hassia Goldmedaille Nummer vier sichern – mit seinem Vereinskameraden Leonard Rieth am Steuer sowie Alexander Monissen (Frankfurt), Rufus Henning und Julius Klein (Offenbach). Kuriosum: die Mannschaft verpasste und verpatzte den Start. Mit einem Rückstand von über zwei Bootslängen auf das Feld und ordentlich Adrenalin in den Adern rollte die Truppe mit Gimplinger am Schlag das Rennen von hinten wie eine Dampflock auf und hatte im Ziel einen Vorsprung von fast vier Sekunden!

Jacky Reitz, Jan Schön, Ben Klusak und Leon Nitsch gewannen mit starken Leistungen jeweils ihre B-Finals in den gesteuerten Doppelvierern und dem Doppelzweier.

Der Mannheimer Hafen bot am 30. April und 01. Mai die Kulisse für die 40. Oberrheinische Frühregatta. 18 Sportler*innen und Sportler aus der U15 und U17 Mannschaft des Hanauer Ruderclub Hassia lieferten sich zwischen Containerschiffen und Lastkränen packende Rennen. Die Bilanz? Ein voller Erfolg! 14 Siege in 23 Rennen bedeuteten in der Vereinswertung den 4. Platz.



U17 Talente Laura Bussian und Simon Gimplinger steuerten je 4 Siege zur Top-Bilanz bei: Laura Bussian gewann im Einer, Doppelzweier und zwei Mal im Doppelvierer – und das jeweils in der schnellsten Zeit aller Boote. Im Doppelzweier schob Vereins- und Karl-Rehbein-Schulkameradin Jacky Reitz mit ihr das Boot als erstes über die Ziellinie. Im Doppelvierer sorgten Lena Ivanda – ebenfalls von der Hassia – und Julie Dickel (SG Wiking Offenbach) für den weiteren Vortrieb. Hassia-Steuermann Jan Schön komplettierte hier das Team mit einem guten Mix aus taktischem Feingefühl und der richtigen Motivation.



Simon Gimplingers Mannheimer Medaillensammlung setzte sich genauso zusammen, wie bei Bussian: er gewann den Einer in der schnellsten Zeit aller Boote, den Doppelzweier mit Vereinskamerrad Leon Nitsch und zwei Mal den Doppelvierer. Letzteren gemeinsam mit Steuermann Leonard Rieth, mit dem er schon bei den letztjährigen Jugendmeisterschaften Silber in dieser Bootsklasse erruderte, sowie Ben Klusak (Hassia), Rufus Henning und Julius Klein (beide Offenbacher RG Undine).



U17 Coach Robby Gerhardt findet einen einfachen Grund für den gelungenen Saisonstart seiner Trainingsgruppe: „Durch die enge Verzahnung mit der Karl-Rehbein-Schule konnten wir über den ganzen Winter hervorragend arbeiten. Den Titel Partnerschule des Leistungssports trägt sie zu Recht. Bei Bedarf können unsere Rehbeiner – und das sind 100% der Trainingsgruppe – z.B. Arbeiten im Trainingslager schreiben. Die Kommunikation mit meinen Lehrer-Kolleg*innen läuft da ganz schnell und unkompliziert. Das ist ein großer Wettbewerbsvorteil.



Gerhardt blickt jetzt gespannt auf die kommenden Wettkämpfe. Bussian, Reitz, Ivanda, Gimplinger, Nitsch und Klusak haben sich allesamt Plätze in den Auswahlbooten des Hessischen Ruderverbands verdient – und gehen für diesen schon am kommenden Wochenende bei der Internationalen Juniorenregatta München an den Start.



Und auch Kinder-Trainerkollegin Kerstin Büttner freut sich auf die anstehenden Rennen auf dem Weg zum Bundesentscheid der Kinder. Nikki McMeekan und Ellen Bussian gewannen die 3000m-Medaille im Mädchen Leichtgewichts-Doppelzweier 13/14 Jahre. Lewis Finley Kohlrusch und Maximilian Röthig griffen im Jungen Leichtgewichts-Doppelzweier über 1000m nach der Medaille.

Die „Leistungsüberprüfung der Junioren und Juniorinnen A“ des Deutschen Ruderverbandes am 23. und 24. April in Krefeld war in den Kalendern der Trainer*innen und Athleten extra dick umrandet. Nach den 6000m-Langstrecken in Herbst und Frühjahr war es die erste landesweite Rangliste über die eigentliche Ruder-Wettkampfdistanz: 2000m. Für den Hanauer Ruderclub Hassia waren unter anderem die U19-WM Silbermedaillengewinnerin Celina Grunwald und der U19-EM Bronzemedaillengewinner Ole Hanack am Start – mit Erfolg:



Hanack qualifizierte sich mit seinen Siegen in Vorlauf und Halbfinale souverän für das A-Finale auf dem Elfrather See. Dort an den Startblocks versammelt: die besten sechs U19-Einer Deutschlands. Trainer Nick Stollenmeyer hatte seinen Schützling vorher in der Rennbesprechung auf einen harten Fight eingeschworen: „Wir wussten, dass Ole der physisch stärkste Sportler im Finale war. Das wollten wir auf den zweiten 1000 Metern nutzen. Ole muss sich technisch noch entwickeln. Aber, wenn die anderen müde werden, kann er immer noch einen Gang hochschalten.“ Am Start noch verhalten, kämpfte der junge Hanauer sich auf den ersten 750 Metern von Rang fünf zum Spitzenduo vor, Cornelius Conrad aus Dresden und Jakob Geyer aus Berlin. Alle drei brachten mit wuchtigen Schlägen Wasser zwischen sich und die drei anderen Starter. Ein Rennen Kopf an Kopf entbrannte. „Ich wusste, dass ich noch was im Tank hatte. Die Taktik von Nick und mir hatte bis dahin perfekt funktioniert. Ich konnte mich an Jakob Geyer vorbeischieben und ihn sicher kontrollieren, aber auf den letzten 100 Metern hat es für Cornelius Conrad nicht mehr gereicht. Das ärgert mich schon. Ich bin da mit angezogener Handbremse gerudert, weil ich nicht riskieren wollte, dass mich bei 100% Krafteinsatz eine technische Unachtsamkeit den sicheren zweiten oder sogar dritten Platz kostet.“ Coach Stollenmeyer kann das bestätigen: „Bei der letzten Langstrecke in Leipzig wollte Ole seine 750 Watt im Endspurt auspacken und hat einen kapitalen Krebs gefangen, ist also im Wasser hängengeblieben. Es wird jetzt unsere Aufgabe sein Oles Kraft noch effizienter ins Wasser zu bringen. Der U19-Bundestrainer indes war hochzufrieden mit Hanacks Leistung und lud den Hassianer zum Zweier-Training in den potenziellen Nationalmannschaftskreis ein. Sein Partner wird ein guter Bekannter von der Siegerehrung sein: Bronzemedaillengewinner Jakob Geyer aus Berlin. 



Celina Grunwald, die im vergangenen Jahr schon bei der Juniorenweltmeisterschaft die Silbermedaille im Achter errudern konnte, ist dieses Jahr mit ihrer Hanauer Vereinskameradin Jara Herbert unterwegs. Krankheits- und Verletzungspech machten den beiden die Vorbereitung nicht leicht. In den beiden Qualifikationsläufen machten sich die fehlenden Kilometer bemerkbar: Die beiden schafften es nicht, sich für das große oder kleine Finale und damit das Rennen um die ersten 12 Plätze zu qualifizieren. Dessen ungeachtet fassten sich die beiden ein Herz und entschieden das C-Finale souverän für sich. Der Lohn: Gesamtplatz 13. Nun müssen die kommenden Wettkämpfe zeigen, wie es für die beiden Sportlerinnen weiter geht und ob mit harter Arbeit auch dieses Jahr der Traum WM-Teilnahme Realität werden kann.



Jakob Rastetter und Hassia Partner Tim Moormann hatten in den vergangenen Trainingslagern große Fortschritte gemacht. Leider verhinderte eine Erkrankung Moormanns den ersehnten Start im Zweier ohne Steuermann. Rastetter stieg daraufhin kurzerhand auf der Ranglisten-Regatta in den Einer. Dort konnte er einen passablen 38. Platz errudern. Moormann und er hoffen nun auf die kommenden Regatten in München und Köln, um sich wieder ins Spiel zu bringen und für die Hessischen Auswahlboote anzubieten.



Ergebnisse U19-Einer:

1 . Dresdner Ruder-Club 1902     07:14.81  Cornelius Conrad

2 . Hanauer Ruderclub Hassia         07:16.76  Ole Hanack

3 . Berliner Ruder-Club      07:17.51  Jakob Geyer

4 . Ruder-Club 'Allemannia von 1866', Hamburg     07:20.83  Stefan Dröge

5 . Schweinfurter Ruder-Club 'Franken' von 1882      07:24.80  Lorenz Grimm

6 . Landesruderverband Mecklenburg-Vorpommern     07:30.84  Nick Häusler

Wer für den Hessischen Ruderverband in der U17-Wettkampfsaison ganz vorne mitmischen will, muss nach Breisach zur Langstrecke. Und das zwei Mal. 5,3 Kilometer im Herbst. 5,3 Kilometer im Frühjahr. Hassia-Talent Simon Gimplinger gelang dabei das Double: Nach seinem Sieg über die Langdistanz im November des vergangenen Jahres, schob er auch am vergangenen Samstag trotz eines durchwachsenen Rennens den Bugball seines Einers in der schnellsten Zeit über die Ziellinie.

 

„Nein. Das war kein gutes Rennen von mir!“, gab sich der Schüler der Karl-Rehbein-Schule aber sofort selbstkritisch. „Ich habe mich zu sehr von den Bedingungen aus der Ruhe bringen lassen und keinen vernünftigen Rhythmus gefunden.“ Coach Robby Gerhardt teilte die Meinung seines Schützlings aus dem Talentförderprogramm der Karl-Rehbein-Schule: „Simon konnte die technischen Schwerpunkte, die wir im vergangenen Trainingslager gesetzt hatten, nur teilweise umsetzen. Und 20 Meter vor der Ziellinie hat er sich noch einen dicken Patzer erlaubt und zu früh aufgehört. Er dachte, die Zielhupe des Ruderers, der vor ihm das Rennen gegen die Uhr beendete, sei seine. Das hat mindestens 5 Sekunden gekostet.“

 

Der Rudergott scheint Gimplinger dennoch hold gewesen zu sein, denn ein knapper Vorsprung von zwei Sekunden sicherte ihm den ersten Platz im 40 Boote starken Feld. Damit stehen ihm nun alle Türen in der Bootsbildung des Hessischen Ruderverbandes für die kommende Saison offen. Nach einem weiteren Trainingslager, das in den Osterferien ansteht, wird es zur ersten „richtigen“ Regatta nach Mannheim gehen. Dort werden auch seine Hassia-U17-Kollegen Ben Klusak (Platz 17) und Leon Nitsch (krankheitsbedingt nicht dabei) starten.

 

Ergebnis U17-Einer:

  1. Simon Gimplinger                              20:29 Minuten
  2. Rufus Henning            (Undine Offenbach)   20:31 Minuten
  3. Julius Klein (Undine Offenbach)        20:41 Minuten

17. Ben Klusak                                         22:01 Minuten

 

Weitere Ergebnisse: 

U19-Einer                   Jara Herbert, Platz 7 (23:34 Minuten) 

U19-Zweier ohne        Tim Mormann und Jakob Rastetter, Platz 16 (20:34 Minuten)