Gold, Silber und Bronze auf Weltmeisterschaften, dazu 11Medaillen bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften. Die sportliche Bilanz der Hassia kann sich wieder einmal sehen lassen. 

Aus diesem Anlass hatte Hassia-Vorsitzender Manfred Matzner zum Meisterschaftsempfang und zur Taufe zweier neuer Boote an die Ochsenwiese geladen. 

Vor seiner Ansprache durfte er zahlreiche Ehrengäste begrüßen: 

Dr. Katja Leikert (MdB), Christoph Degen (MdL), Oberbürgermeister Claus Kaminsky, Rainer Gimplinger (Karl-Rehbein-Schulleiter), Jürgen Scheuermann (Karl-Rehbein-Schulleiter a. D.), Thomas Ritter, (Leiter Fachstelle Sport), Sieglinde Weber (Sportkreis Main-Kinzig) und Lennard Oehl(Bundestagskandidat) ließen es sich nicht nehmen, den jungen Athletinnen und Athleten zu gratulieren.

Dr. Stefan Buschbeck führte als neuer Sportvorstand der Hassia gekonnt durch das Programm und stellte dabei jede Sportlerin und jeden Sportler mit den errungenen Erfolgen kurz vor.

 

Weltmeisterschaften: Gold, Silber und Bronze 

Für das Spitzenergebnis 2021 sorgte Sport-Polizist Julian Bothe. Er wurde U23-Weltmeister im leichten Doppelvierer der Männer. Europameisterin Lisa Holbrook gewann mit ihrem Frauen-Achter auf der U23-Weltmeisterschaft die Bronzemedaille. Newcomerin Celina Grunwald brachte es in ihrer ersten Wettkampfsaison gleich zur Vizeweltmeisterin bei den Juniorinnen. Und sogar eine weitere internationale Medaillenchance gibt es noch: Ole Hanack startet am 9./10. Oktober auf der Junioren-Europameisterschaft in München im Achter. 

 

Nachwuchs überzeugte bei Deutschen Meisterschaften

Zudem freute sich die Hassia-Familie über weitere Nachwuchsathletinnen und –athleten, die auf der Deutschen Jahrgansmeisterschaft erfolgreich waren. 

Jara Herbert, Lena Ivanda und Jaqueline Reitz gewannen die Goldmedaille im U17-Achter, Simon Gimplinger, Jakob Raststetter und Steuermann Leonard Rieth wurden für die Silbermedaille im U17-Doppelvierer geehrt. 

Niklas Papenfuß und Leon Nitsch errangen Platz 5 im Vierer mit Steuermann, Tim Moormann wurde 12. im Einer und Laura Bussian nahm im Doppelzweier erfolgreich an der Deutschen Meisterschaft teil. 

 

Ohne Trainer geht es nicht

Ob Spitze oder Breite – oder wie bei der Hassia – breite Spitze: maßgeblich für den Erfolg sind die Trainer, die täglich ihre Zeit und all ihr Herzblut in die Betreuung der Jugendlichen investieren. Diese Erkenntnis ist bei der Hassianicht neu und entsprechend dankbar ist der Club für die Arbeit von Volker Lechtenberg, Nick Stollenmeyer, Kerstin Büttner, Charlotte Meinen und Alexander Forkert. In unermüdlicher Arbeit hielt das Trainerteam auch unter Corona-Bedingungen den Trainingsbetrieb aufrecht, wofür teilweise sogar der doppelte Stundenaufwand nötig wurde. Dies führte nicht nur zu den großartigen Erfolgen, sondern völlig gegen den bundesweiten Trend auch zu einem Mitgliederzuwachs im Verein. 

 

Bootstaufen „Lutz“ und „Racice“

Nach den Ehrungen wurden zwei neue Rennboote in Dienst gestellt. 

Gudrun Grein taufte den Renn-Vierer der Firma Empacher in Gedenken an ihren verstorbenen Ehemann auf seinen Namen „Lutz“. Lutz Grein war langjähriges Ehrenmitglied der Hassia. Er war jahrelang Trainer, brachte es mit seiner Mannschaft neben zahlreichen Erfolgen auf internationalen und nationalen Meisterschaften bis zu den Olympischen Spielen 1968 in Mexico. Viele weitere Jahre war Lutz Grein als Bootswart, aber auch als gute Seele des Vereins am Bootshaus und insbesondere in der Werkstatt aktiv. Er prägte über Jahrzehnte Generationen von Ruderinnen und Ruderern, bis in den heutigen Vorstand und die heutige Trainingsgruppe schwärmen die Vereinsmitglieder von Lutz Grein als Trainer, Bootswart oder Mentor. 

 

Ein Rennzweier der Firma Empacher wurde von Lisa Holbrook und Julian Bothe auf den Namen „Racice“ getauft. Gute Tradition an der Hassia ist es, neue Boote nach verdienten Vereinsmitgliedern, aber auch nach den Orten großer Erfolge zu benennen. Racice (CZE) war in diesem Jahr Schauplatz der U23-Weltmeisterschaften, wo Julian Bothe zu Gold und Lisa Holbrook zu Bronze fuhren. Erinnerung und Motivation zugleich ist der neue Bootsname, der den Sportlerinnen und Sportlern nun im täglichen Training entgegen strahlt. 

 

Oberbürgermeister würdigt die Arbeit der Hassia

Hanaus OB Claus Kaminsky machte in seiner Ansprache deutlich, wie wichtig die Jugendarbeit der Sportvereine im Allgemeinen für die Stadt Hanau ist und wie stolz die Stadt im Besonderen auf die herausragenden Erfolge der Hassia ist. Weiterhin brachte er seine Freude darüber zum Ausdruck, dass verdiente Persönlichkeiten mit der Namensgebung der Boote auch über ihren Tod hinaus im Mittelpunkt des Clubs stehenund so als Vorbild und Ansporn den nachfolgendenGenerationen in Erinnerung bleiben. 

Als Lohn für die Mühen des Clubs hatte Kaminsky den Zuschuss für den neuen Zweier in Form eines Bewilligungsbescheides gleich persönlich mitgebracht. 

 

Folgende Personen wurden geehrt:

 

Julian Bothe

U23-Weltmeister im Leichtgewichts-Männerdoppelvierer

Deutscher Jahrgangsmeister U23 Leichtgewichts-Männerdoppelvierer

 

Lisa Holbrook

U23-Weltmeisterschaft: Bronze im Frauen-Achter

Deutsche Jahrgangsmeisterschaft U23: Gold im Frauen Vierer ohne und Frauen-Achter

 

Celina Grunwald

U19-Weltmeisterschaft: Silber im Juniorinnen-Achter

Deutsche Jahrgangsmeisterschaft U19: Silber im Juniorinnen-Achter

 

Ole Hanack (abwesend wegen EM-Vorbereitung in Breisach)

Deutsche Jahrgangsmeisterschaft U19: Silber im Junioren-Achter 

Nominierung zur U19-Europameisterschaft am 9./10.10. in München im Achter

 

Jara Herbert, Jaqueline Reitz und Lena Ivanda

Deutsche Jahrgangsmeisterschaft U17: Gold im Juniorinnen-Achter

 

Simon Gimplinger, Jakob Rastetter, Steuermann Leonard Rieth

Deutsche Jahrgangsmeisterschaft U17: Silber im Junioren-Doppelvierer mit Steuermann

 

Niklas Papenfuß und Leon Nitsch

Deutsche Jugendmeisterschaft 

Platz 5 im U17-Vierer mit Steuermann

 

Tim Moormann

Deutsche Jugendmeisterschaft 

Platz 12 im U19-Einer

 

Laura Bussian

Deutsche Jugendmeisterschaft 

Teilnahme im U17-Doppelzweier

 

Trainerteam

Volker Lechtenberg, Nick Stollenmeyer, Kerstin Büttner, Charlotte Meinen und Alexander Forkert

Die Hassianerin und Rehbein-Schülerin Celina Grunwald hat in einem sensationellen Finalrennen auf der Junioren-Weltmeisterschaft in Plovidv/Bulgarien die Silbermedaille gewonnen.
In einem sehr spannenden Finalrennen lag das deutsche Boot nach 500m zunächst auf dem dritten Rang. Auf dem 2. Streckenviertel fiel das Boot dann bis auf den fünften Platz zurück, bevor dann eine furiose 2. Streckenhälfte begann.
Mit der zweitschnellsten Zeit des Feldes wurden die 3. 500m absolviert, so dass die junge Crew bereits bei 1500m hauchdünn auf Silberkurs lag. Ein famoser Endspurt sicherte dann die Silbermedaille ab und schob den deutschen Bugball mit der schnellsten Zeit aller Finalisten auf den letzten 500m wieder an die US-Amerikanerinnen heran.


Für Celina Grunwald war bereits die Qualifikation für den deutschen Achter ein Riesen-Erfolg, da sie erst seit knapp 2 Jahren im Ruderboot sitzt. Nun schon in ihrer ersten Wettkampfsaison als Vizeweltmeisterin aus Plovdiv zurück zu kehren ist ein unglaublicher Erfolg für die junge Hassianerin.
Celina Grunwald hat sich in dem Rennen so verausgabt, dass sie im Ziel umkippte und aus dem Boot geborgen werden musste.

 

 

Sie selbst beschreibt ihre Erlebnisse so: „Am Start war ich unglaublich aufgeregt.  An das eigentliche Rennen kann ich mich kaum erinnern. Ich weiß nur, wie mich im Ziel jemand aus dem Boot gezogen hat und mir dann irgendwann am Steg gesagt wurde, dass wir zur Siegerehrung müssen.“

 


 

Nun ist sie aber wieder wohlauf und kehrt am Montag wohl behalten und mit WM-Silber im Gepäck an die Hassia zurück, wo sie nach 6 Wochen Entbehrungen für Trainingslager und WM von ihren stolzen Vereinskameradinnen und -kameraden in Empfang genommen werden wird.

 

 

Celina Grunwald vom Hanauer RC Hassia konnte sich bei der
Nationalmannschaftsbildung des Deutschen Ruderverbandes (DRV) in Berlin
durchsetzen. Sie startet auf der Junioren WM, die vom 11. bis 15.08. in Plovdiv,
Bulgarien stattfindet, im Achter. Ole Hanack ist aufgrund seiner Saisonleistungen
für den Achter bei den Junioren-Europameisterschaften vorgesehen.


Eine Woche lang wurde getestet was das Zeug hielt: nach ihren Erfolgen bei den
Deutschen Jahrgangsmeisterschaften wurde Celina Grunwald vom Deutschen
Ruderverband zur Nationalmannschaftsbildung eingeladen. Sportmedizinische
Untersuchung, Stufentest und Wettkampftest auf dem Ruderergometer sowie Achter-
Fahrten mit Messsystem standen auf dem Programm.
Anhand detaillierter Untersuchungen wird die Leistungsfähigkeit jeder einzelnen
Sportlerin dabei sowohl auf dem Ruderergometer als auch im Boot genau betrachtet.
Das eigens von der FES in Berlin ausgeklügelte mobile Messsystem gibt im Achter
Aufschluss darüber, mit wie viel Leistung sich jede Sportlerin am Vortrieb des Bootes
beteiligt. Auch die rudertechnischen Finessen, die das Boot mehr oder weniger
gleichmäßig durchs Wasser fahren lassen, werden objektiviert und bewertet.


Am Ende stand für Celina eine neue Bestleistung auf dem Ruderergometer, mit der sie
als zweitstärkste aller angereister Kandidatinnen glänzen konnte. Im Messboot
platzierte sie sich als vierte ebenfalls im Achterkreis und wurde somit vom
Bundestrainer für den Achter, der zur Junioren-WM geschickt wird, benannt.
Ab sofort stehen nun täglich 2-3 Trainingseinheiten in Berlin-Grünau an, bevor es dann
am 8. August für das deutsche Team zur Junioren-WM nach Plovdiv geht.


Ole Hanack im Achter zur EM
Ole Hanack freute sich dieser Tage ebenfalls. Er wurde vom Deutschen Ruderverband
für die Junioren-Europameisterschaft benannt. Diese findet am 09./10. Oktober in
München statt.
Aufgrund seiner Silbermedaille im Achter auf der Deutschen Jahrgangsmeisterschaft
sowie seiner starken physischen Leistungsfähigkeit öffnete sich für Hanack diese Tür ins
internationale Rudergeschäft. Auf der Junioren-EM wird er die deutschen Farben im
Achter vertreten. Bis dahin heißt es zunächst, sich zu Hause fit zu halten. Denn erst,
wenn die WM-Mannschaft nach Plovdiv gereist ist, wird die EM-Mannschaft verbindlich
vom Verband nominiert und startet mit den gemeinsamen Vorbereitungen. Sollte es zu
einer Absage der Junioren-WM kommen, wovon derzeit niemand ausgeht, könnte der
EM-Traum für Hanack noch einmal platzen. Denn in diesem Falle wird die WM-
Mannschaft mit Celina Grunwald an Bord vom DRV zur Europameisterschaft geschickt.
Es heißt also weiter: Daumen drücken für die Austragung dieser internationalen
Sportevents. Und Spitzensport ohne Zuschauer, das kennen Ruderer auch ohne
Pandemie.

Bei der U23-Weltmeisterschaft im tschechischen Racice fuhr Julian Bothe vom Hanauer Ruderclub Hassia mit dem Leichtgewichts-Männer-Doppelvierer des Deutschen Ruderverbandes souverän zur Goldmedaille. Lisa Holbrook sicherte sich im Frauen-Achter die Bronzemedaille. 


 

„Es war mit Sicherheit das anstrengendste Rennen der Saison und trotzdem war es das Rennen, das am meisten Spaß gemacht hat“, erzählte der frisch gebackene Weltmeister nach seiner furiosen zu Fahrt zu Gold. Gemeinsam mit Finn Wolter (Witten), Paul Leerkamp (Osnabrück) und Aaron Wenk (Berlin) hatte er auf den 2000 Metern eine Bootslänge auf die Verfolger aus Frankreich (Silber) und Italien (Bronze) herausgerudert. Bereits im Vorlauf hatte die deutsche Crew die Italiener deutlich distanziert und war mit der schnellsten Zeit aller Boote vom Wasser gegangen. Spätestens danach war klar, dass die Aussichten für den Finaltag glänzend sind. Und glänzend war dann auch die Rudertechnik. Mit blitzsauberer Wasserarbeit und einem harmonischen Rhythmus brachte die Mannschaft um den Hanauer Schlagmann ihr Boot so gut ins Laufen, dass sie nach anfänglicher Führung ihren Vorsprung zwischenzeitlich sogar auf mehr als eine Bootslänge ausbauen konnte. „200 Meter vor dem Ziel wurde mir das erste Mal klar, dass unseren Gegnern das Wasser zum Aufholen ausgeht“, so Bothe nach dem Rennen. Und tatsächlich: nach 5:56,23 hatte der deutsche Bugball als erstes die Ziellinie durchschnitten. Überglücklich nahm Bothe, der in der Sportfördergruppe der hessischen Polizei studiert, die Goldmedaille entgegen. „Wenn der Sprecher deine Mannschaft als Champions of the World ankündigt und die Nationalhymne gespielt wird, dann rollt auch die ein oder andere Träne“ gab Bothe einen Einblick in seine Gefühlswelt nach dem Rennen. 


 

Eine zwischenzeitliche Führung erruderte sich auch der deutsche Frauen-Achter mit Hassianerin Lisa Holbrook an Bord. „Wir sind stark losgefahren, haben stark nachgelassen, aber es hat gereicht“ fasste Holbrook das Rennen ihrer Achter-Crew prägnant zusammen. Bis zur 1000-Meter-Marke fuhr der Achter des Deutschen Ruderverbandes an der Spitze des Feldes mit. Auf der zweiten Streckenhälfte zog zunächst die Mannschaft aus den USA und dann das Boot aus den Niederlanden auf und davon, der deutsche Achter konnte die Bronzemedaille mit einer Bootslänge Vorsprung bis ins Ziel absichern, Polen folgte mit vier Sekunden Rückstand auf Platz 4. 

„Die Niederlande hatten wir auf dem Schirm und die Amerikanerinnen dominieren seit Jahren“ analysierte Holbrook nach dem Rennen. Tatsächlich ist die Bronzemedaille im Frauen-Achter viel wert, denn die Riemen-Frauen des Deutschen Ruderverbandes hatten in den letzten Jahren nicht viele Medaillen gewinnen können. Nun könnte die Talsohle durchschritten sein: nach Gold bei der U23-Europameisterschaft im vergangenen Herbst jetzt also WM-Bronze für Holbrook mit dem deutschen Frauen-Achter. 
 


„Das war eine perfekte U23-WM für uns. Gold für Julian bei seiner ersten WM-Teilnahme ist natürlich der Oberhammer. Und das auch Lisa mit einer Medaille heimkommt freut mich ganz besonders.“ war Hassia-Trainer Volker Lechtenberg voll des Lobes über die WM-Ausbeute seiner Hassia-Sportler.

Mit den Taschen voller Edelmetall kehren die Ruderinnen und Ruderer des Hanauer
Ruderclub Hassia von den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften aus Essen zurück.
Die zahlreichen Fans konnten an einem perfekten Regatta-Wochenende 4 Fahrten
zu Gold und 3 zu Silber bejubeln.
Für Lisa Holbrook, Julian Bothe und Celina Grunwald geht es jetzt sogar erst richtig
los: sie fahren mit der WM-Nominierung des Deutschen Ruderverbandes in der
Tasche zu den Weltmeisterschaften.

 


Doppel-Gold für U23-Europameisterin Lisa Holbrook
Unangefochtene Nummer 1 im Hassia-Lager war wieder einmal die U23-
Europameisterin Lisa Holbrook. Bereits vor 3 Wochen hatte sie sich die Nominierung für
die U23-Weltmeisterschaft, die vom 09.-11.07. in Racice / CZE ausgetragen wird
gesichert. Seitdem befindet sie sich mit ihrem Frauen-Achter im Trainingslager in
Ratzeburg. Aus dem vollen Training heraus nahm die U23-Nationalmannschaft nun an
der Deutschen Jahrgangsmeisterschaft teil und machte sich über Doppelstarts dabei
gegenseitig Konkurrenz. Erwartungsgemäß stark zeigte sich Lisas WM-Crew im Frauen-
Achter. Mit einem Start-Ziel-Sieg ruderte die Mannschaft zur Goldmedaille. Völlig
überraschend jedoch war die weitere Goldmedaille im Frauen Vierer ohne Steuerfrau,
schließlich war hier auch das für die U23-WM vorgesehene und favorisierte Boot des
Deutschen Ruderverbandes am Start.
Mit einem schnellen Start konnte sich Holbrooks Mannschaft, die aus der Hälfte des
nominierten WM-Achters bestand, gleich zu Beginn des Rennens in Führung legen. Mit
hoher Schlagfrequenz ruderten sich die eigentlichen Achter-Damen beinahe in einen
Rausch. Im Ziel gab es dann selbstverständlich große Freude im Hassia-Lager über den
unerwarteten Titel im Frauen-Vierer, aber auch einige nachdenkliche Blicke bei den
DRV-Verantwortlichen, die den WM-Vierer in den kommenden 2 Wochen nun wieder
auf Kurs bringen müssen.

 

 


 

Gold für Julian Bothe im Leichtgewichts-Doppelvierer
Julian Bothe hat seine U23-WM-Nominierung ebenfalls schon vor 3 Wochen perfekt
gemacht. Er startet auf der U23-WM in Racice im Leichtgewichtsdoppelvierer des
Deutschen Ruderverbandes und befindet sich seit fast 3 Wochen im WM-Trainingslager
in Berlin. Aus dem vollen Training heraus trat die Mannschaft zur Deutschen
Jahrgangsmeisterschaft an und konnte voll überzeugen. Direkt nach dem Start
übernahm die DRV-Crew um Schlagmann Bothe die Führung und baute diese über die
Strecke kontinuierlich aus. Mit mehr als einer Bootslänge Vorsprung fuhr die
Mannschaft zum Titel und kann nun mit Selbstvertrauen den letzten Feinschliff für die
WM in Angriff nehmen, bevor es dann am kommenden Wochenende mit dem gesamten
DRV-Tross nach Racice / CZE geht.



Gold für Jara Herbert, Jacqueline Reitz und Lena Ivanda im U17-Achter
Für ganz große Furore sorgten die Jüngsten im Hassia-Kader: mit dem U17-Achter des
Hessischen Ruderverbandes fuhren Jara Herbert, Jacqueline Reitz und Lena Ivanda zur
Goldmedaille im Juniorinnen-Achter U17. Auch diese Mannschaft startete sehr schnell
und lag bereits nach einem Drittel der Strecke fast eine Länge in Führung. Auf dem
mittleren Teilstück dann hielten die Zuschauer kurz die Luft an. Mit unglaublicher
Geschwindigkeit rauschte die Mannschaft aus Baden-Württemberg heran und wollte

den jungen Hessinnen die Goldmedaille streitig machen. Doch Steuerfrau Tasmia
Talukder aus Offenbach hatte die Crew um ihr Hassia-Mittelschiff gut im Griff. Mit einem
Druck-Spurt zur richtigen Zeit wurde der Angriff abgewehrt und das Team Hessen
ruderte mit einer halben Achterlänge Vorsprung zur Goldmedaille.

 


Silber und WM-Nominierung für Celina Grunwald
Für Celina Grunwald war das Wochenende ein Nerven-Krimi der besonderen Art. Die
17-jährige rudert zwar erst seit kurzer Zeit, konnte aber gleich mit bemerkenswerten
Ergebnissen auf sich aufmerksam machen. Zunächst trat sie mit ihren Partnerinnen aus
Mainz und Passau im Vierer ohne Steuerfrau an. In dieser Bootsklasse wird die
siegreiche Mannschaft für die Junioren-WM nominiert. Daher herrscht vor diesen Finals
immer eine ganz besondere Anspannung, die oftmals auch zu größten Überraschungen –
in den letzten Jahren auch zu Gunsten vieler Hassianerinnen – geführt hat. Und auch
Grunwalds Crew wollte das Unmögliche möglich machen und nach Gold greifen. Dafür
muss es aber vom Start an passen. Nach einem couragierten - aber eben nicht ganz
perfekten – Rennen waren es am Ende 2,5 Sekunden, die zu Gold und zur direkten WM-
Nominierung fehlten. Besonders bitter: mit diesem recht überschaubaren Abstand
reichte es nur für Platz 4.
Der Nerven-Krimi um die WM-Nominierung ging also weiter. Eine Achter-Medaille
musste her. Dann bestanden noch Möglichkeiten über die physische Leistungsfähigkeit
in die Nationalmannschaft aufgenommen zu werden, denn Celina Grunwald ist eine der
stärkeren Ruderinnen Deutschlands.
Bis zum vorletzten Rennen dieser Meisterschaften war also Zittern angesagt. Die
Medaille im Achter kam und es wurde sogar Silber. Aus dem siegreichen Achter waren
bereits alle nominiert. Das muss doch reichen? Um 18:15h mitten auf dem Regattaplatz
und noch mittiger im Gewitterschauer dann die Erlösung. Trainer Volker Lechtenberg
erhielt den Anruf aus der Nominierungskommission: „Celina Grunwald möge sich bitte
Ihre Unterlagen abholen!“
Nun schlägt Celina ein ganz neues Kapitel in ihrer noch jungen Ruderlaufbahn auf. Am
10. Juli, wenn Holbrook und Bothe schon um U23-WM-Medaillen kämpfen, lässt
Grunwald die Heimat für 5 Wochen hinter sich. 4 Wochen Trainingslager in Berlin-
Grünau und eine Woche Junioren-WM in Plovdiv, Bulgarien, stehen seit Sonntag in
ihrem Termin-Kalender.

 


Silber für Ole Hanack im Junioren-Achter
Ole Hanack freut sich nach einer durchwachsenen Saison über Silber im U19-Achter.
Für Ole als einen der stärksten deutschen Junioren wollten die Boote eine Zeit lang nicht
so recht in Schwung kommen. Auf einige Lichtblicke folgten in den Ranglisten-Rennen
des Deutschen Ruderverbandes immer wieder Rückschläge. Mit einem Partner aus Trier
ging es für Hanack zunächst im Zweier um die Medaillen. Doch auch hier setzte sich das
Auf und Ab fort. Zu langsam wurde das Halbfinale vom Start angegangen:
ausgeschieden. Achtungserfolg dann im B-Finale: deutlicher Sieg mit schnellster Zeit,
aber eben nur Platz 7.
Der Befreiungsschlag kam dann im Achter. Inmitten der hochkarätigen Konkurrenz der
für die Junioren-WM nominierten Sportler trat auch der Achter des Süd-Teams an, von
dem - und das ist leider ein Tiefpunkt für das Süd-Team – kein einziger Ruderer für die
Junioren-WM qualifiziert ist. Glücklicherweise ließ sich die Mannschaft davon nicht
beeindrucken und ruderte ein starkes Finalrennen. Lange Zeit rangierte man nur auf
Platz 4, aber auf den letzten 500m zeigte die süddeutsche Renngemeinschaft dann
Moral. Mit einem beherzten Endspurt zogen sie an gleich zwei Booten vorbei und

sicherten sich die Silbermedaille. In dieser Woche entscheidet sich, ob diese
Silbermedaille für Ole noch ein Türöffner zum Nationaltrikot sein kann: im September
wird in München die U19-Europameisterschaft ausgetragen. Diese Nominierungen
stehen noch aus und werden in den kommenden Tagen erwartet.

 


Silber für Simon Gimplinger, Jakob Rastetter und Leonard Rieth im U17-
Doppelvierer

Mit einem der härtesten Final-Rennen vom ganzen Wochenende hat die junge
Doppelvierer-Mannschaft von Trainer Nick Stollenmeyer die Zuschauer verzaubert.
Rastetter, Gimplinger und Stm. Leonard Rieth, die gemeinsam mit Linus Klein
(Offenbach) und Jasper Schulz (Gießen) im Boot saßen, waren bereits im Vorfeld für ihre
offensive Fahrweise bekannt. Und so kam es auch im Finale.
Vom Start weg führte die Mannschaft und baute sich einen deutlichen Vorsprung auf.
Drei weitere Boote klebten ihnen am Heck, die Medaille schien nach 500m trotz
deutlicher Führung noch nicht abgesichert. Das Zittern bei den mitgereisten Eltern auf
der Tribüne schien noch auf dem Regattaplatz unter den Füßen der Trainer spürbar zu
sein. Bei Streckenhälfte dann mussten die Boote aus Baden-Württemberg und Berlin
ihrem hohen Anfangstempo Tribut zollen und fielen deutlich zurück. Doch an der Spitze
entwickelte sich der nächste Ruderkrimi dieser Meisterschaften. Noch führte die
Mannschaft um Schlagmann Rastetter doch das Boot aus Dresden/Leipzig kam Schlag
für Schlag näher. Wenige Schläge vor dem Ziel schob sich die Mannschaft aus Sachsen
knapp am hessischen Boot vorbei. Keine halbe Sekunde trennte die Mannschaften im
Ziel und die mitgereisten Fans freuten sich über die Silbermedaille. Auch wenn die
jungen Ruderer gerne noch ein paar Schläge länger in Führung geblieben wären – was
ihren Gesichtern bei der Siegerehrung durchaus anzusehen war: in dieser Bootsklasse,
die seit Jahren ein Sammelbecken für die besten deutschen Ruderer ist, die deutsche
Spitze mit zu bestimmen, hat hat eine Hassia-Mannschaft seit Jahrzehnten nicht
geschafft. Umso größer darf also bei allen Beteiligten die Freude über diese
herausragende Silbermedaille sein.

 

Tim Moormann trat im U19-Einer gegen sehr starke Konkurrenz an und ruderte mit
guten Rennen auf Rang 12.
Leon Nitsch und Niklas Papenfuß belegten im U17 Vierer mit Steuermann den fünften
Rang.
Laura Bussian schied in Renngemeinschaft mit Limburg im U17 Doppelzweier knapp im
Hoffnungslauf aus. Diese jungen Ruderinnen und Ruderer gehören größtenteils dem
jüngeren Jahrgang ihrer Altersklasse an und konnten wichtige Erfahrungen sammeln,
um dann in 2022 das Treppchen zu erobern.



Empfang an der Hassia
Stefan Buschbeck, 2. Vorsitzender Sport hatte am späten Sonntag Abend beim Empfang
am Bootshaus nur lobende Worte für das gesamte Team parat: „In der Spitze top, das
kennen wir seit Jahren von Euch, aber ganz besonders freut mich auch die Breite, die das
Trainerteam da aufgebaut hat, denn das ist für uns als Verein ganz besonders wichtig.“
Mit 14 Ruderinnen und Ruderern war die Hassia nach Essen gereist. 10 von Ihnen
kehren mit Medaillen heim, gar 5 Sportlerinnen und Sportler mit der goldenen. Diese
Bilanz bestätigt die herausragende Arbeit, die in der Talentschmiede an der
Ochsenwiese seit vielen Jahren geleistet wird.

Als Ersatz für die derzeit vollständig abgesagten Nachwuchsregatten führen der
Deutsche und der Hessische Ruderverband regelmäßig Trainings- und
Wettkampfmaßnahmen für ihre Kadersportler durch.
Hier nehmen die Juniorinnen und Junioren des Hanauer RC Hassia mit Erfolg teil und
können sich so dem Deutschen Ruderverband für höhere Maßnahmen empfehlen.
Ole Hanack und Tim Moormann ruderten auf der ersten Rangliste des Deutschen
Ruderverbandes, die Ende April in Hamburg ausgetragen wurde zu Platz 15 im Junioren
Zweier ohne Steuermann, Celina Grunwald erreichte Platz 21 im Juniorinnen Einer.
Damit sicherten Sie sich alle drei U19-Kadersportler die Startplätze, um am
kommenden Fronleichnamswochenende auf der zweiten und entscheidenden Rangliste
starten zu dürfen. Anhand dieser zweiten Ranglisten werden dann die weiteren Boote in
Richtung Deutscher Jugendmeisterschaft zusammen gestellt.
In der Altersklasse der U17 ist die Hassia derzeit mit 8 Kadersportlern ebenfalls sehr gut
aufgestellt.
Simon Gimplinger und Jakob Rastetter überzeugten in verschiedenen Riemen- und
Skull-Vierer-Kombinationen. Zudem stellten sie auf der ersten Wettkampfmaßnahme
des Hessischen Ruderverbandes in Köln den schnellsten hessischen Doppelzweier und
wurden nun vom Hessischen Ruderverband ausgewählt, auf einer
Wettkampfmaßnahme des Deutschen Ruderverbandes in Hamburg zu starten.
Jara Herbert, Jacqueline Reitz, Lena Ivanda und Laura Bussian nehmen als Landeskader
derzeit ebenfalls an allen Trainingsmaßnahmen des Hessischen Ruderverbandes teil.
Mit ihnen wird ein Achter gebildet, der bei entsprechender Leistungsfähigkeit auf der
Deutschen Jahrgangsmeisterschaft Ende Juni in Essen an den Start gebracht werden soll.
Ebenso befinden sich Niklas Papenfuß und Leon Nitsch als Landeskader im täglichen
Training und nehmen an Trainingsmaßnahmen für die Bildung von Mannschaftsbooten
des Hessischen Ruderverbandes teil.

Bei einer Leistungsüberprüfung des Deutschen Ruderverbandes in München konnten
Julian Bothe und Lisa Holbrook vom Hanauer RC Hassia voll überzeugen und sicherten
sich jeweils die Einladungen zur Nationalmannschaftsbildung des Deutschen
Ruderverbandes.
Die amtierende U23-Europameisterin Lisa Holbrook startete im Frauen Zweier ohne mit
Partnerin Stina Röbbecke (Celle) mit guten Ergebnissen im Vor- und Zwischenlauf in die
Regatta und qualifizierte sich für das A-Finale der besten 6 Boote. Bei starkem Wind und
entsprechendem Wellengang ruderten sie mit einem sehr starken Rennen auf Platz 3.
Dieser 3. Platz bedeutete die Einladung zur Mannschaftsbildung des Deutschen
Ruderverbandes, die in den kommenden Tagen in Leipzig stattfinden wird. Hier werden
die qualifizierten Sportlerinnen anhand verschiedener Parameter auf die Bootsklassen
Achter, Vierer ohne und Vierer mit Steuerfrau verteilt.
Julian Bothe ruderte ebenfalls über sehr gute Ergebnisse in das große Finale. Auch hier
entwickelte sich ein spannendes Rennen um die Nationalmannschaftsplätze mit
zahlreichen Platzierungswechseln auf der 2000m-Strecke. Im Ziel hatte Julian dann mit
Rang 3 ebenfalls die Einladung in der Tasche und wird nun im leichten Doppelvieren des
Deutschen Ruderverbandes sitzen. Damit feiert Julian Bothe, der nach seinem Abitur an
der KRS seit dem vergangenen Jahr in der Sportfördergruppe der hessischen Polizei
studiert, einen mehr als gelungenen Einstieg in die Seniorklasse.
Nun müssen Holbrook und Bothe am Fronleichnamswochenende mit ihren durch den
Verband formierten Mannschaften auf der Ratzeburger Ruderregatta gegen die
nationale Konkurrenz bestehen. Sollte dieser erste nationale Härtetest bestanden
werden, ist die Nominierung für die U23-Weltmeisterschaften, die vom 07.-11. Juli in
Racice / Tschechien stattfinden, sicher.

Im Rahmen einer Kaderüberprüfung hat der Deutsche Ruderverband am vergangenen Wochenende Ranglistenrennen rudern lassen. Julian Bothe feierte mit Rang 5 einen famosen Einstieg in die U23-Altersklasse. Im leichten Männer-Einer überzeugte er insbesondere mit Platz 2 im Zwischenlauf. Damit qualifizierte er sich für das große Finale, das er auf Platz 6 beendete. Da einer der Finalisten der U23 bereits entwachsen war, bedeutet dieser Platz einen 5. Rang im leichten U23-Einer, womit Julian sich ganz klar in den Kreis der WM-Aspiranten gerudert hat.
Herzlichen Glückwunsch und weiter so!

Vergangenes Wochenende gewann Lisa in Duisburg die Goldmedaille und darf sich damit amtierende Europameisterin im U23-Frauenachter nennen!

Wir gratulieren zu dieser herausragenden Leistung in diesen besonderen Zeiten.

 

 

 

 

Am kommenden Wochenende startet Hassia-Ruderin Lisa Holbrook mit
dem Deutschen Frauen-Achter bei der U23-Europameisterschaft in
Duisburg.
Auf der renommierten Wedau-Regattastrecke wird damit in diesem Jahr
einer der ganz wenigen internationalen Saisonhöhepunkte ausgetragen. In
Anbetracht der Absagen fast aller hochkarätigen Wettkämpfe verzeichnet
der Veranstalter ein Rekordmeldeergebnis von 650 Teilnehmern aus 32
Nationen. Der Deutsche Ruderverband ist in allen 22 Bootsklassen
vertreten und stellt damit als gastgebender Verband die größte Flotte.
Das Hygienekonzept des Veranstalters lässt zwar keine Zuschauer vor Ort
zu, die Rennen werden jedoch bei Youtube auf dem Kanal „worldrowing“
live übertragen. Die Vorläufe beginnen am Samstag um 09:00 Uhr.
Sonntag starten von 11:17h bis 15:26h die A-Finals. Der Deutsche Frauen-
Achter um Lisa Holbrook startet am Samstag um 12:55h im Vorlauf. Das
Finale geht am Sonntag um 14:48h auf die 2000m-Strecke.


Holbrook hatte sich Anfang Juli auf einer Leistungsüberprüfung des
Deutschen Ruderverbandes im Zweier ohne Steuerfrau mit ihrer Partnerin
Annika Weber (Mülheim/Ruhr) für die Nationalmannschaft qualifiziert. Es
folgte eine Mannschaftsbildung in Leipzig, bei der die Sportlerinnen anhand
einer Reihe von Testverfahren auf die Bootsklassen verteilt wurden. Hier
konnte sich Lisa Holbrook auf der Steuerbordseite mit Platz 2 im DRV-
Ranking durchsetzen und wurde mit einem Platz im Deutschen Frauen-
Achter belohnt. Ihrer Partnerin Annika Weber gelang auf der Backbordseite
ebenfalls der Sprung in den Achter. Es folgten zweieinhalb Wochen
Trainingslager in Ratzeburg und eine weitere Woche unmittelbare
Wettkampfvorbereitung in Essen auf dem Baldeneysee bevor die
Mannschaft dann schließlich an die Wedau-Regattastrecke kam. Nun stehen
in Duisburg die letzten Trainingseinheiten auf dem Programm. Die gesamte
deutsche Mannschaft ist hochmotiviert und freut sich sehr, dass nach einer
langen Phase ohne Wettkämpfe am Samstag endlich wieder das
langersehnte „Attention – Go!“ zu hören sein wird.