Als am Kameradschaftsabend in Bürgel während der Mainwanderfahrt 2018 - so aus
der Verlegenheit heraus, welchen Fluss man eigentlich mal wieder befahren könnte –
der Vorschlag „Weser“ vorgebracht wurde, erntete er zwar Zustimmung, aber nicht
aus voller Überzeugung. Die Weser ist unter Ruderern bekannt als ein Fluss mit
eindrucksvoller Strömung und ermöglicht daher überdurchschnittlich lange
Tagesetappen im Vergleich zu anderen deutschen Flüssen. Dadurch entfernt man
sich während einer Wanderfahrt enorm vom Ausgangspunkt, was die Planung –
insbesondere die Logistik – schon etwas komplizierter macht. Fredy, Tünnes und
Jochen meldeten sich für Planung und Vortour; letztere wurde für Mitte Oktober
angesetzt.


Allein während der Vortour wurden 880 km gefahren, um die Ein- und Aussetzstellen
sowie Rastplätze und Übernachtungs-möglichkeiten auszubaldowern. Es war gar
nicht so leicht, Übernachtungsherbergen für 17 Leute jeweils für eine Nacht zu
finden; denn Mehrfachübernachtungen am gleichen Standort sind nicht so sinnvoll
angesichts der großen Entfernungen, die pro Tag zurückgelegt werden. Zudem
kommt: Die Weser ist ein beliebtes Ausflugsziel, besonders bei den grauköpfigen
Radfahrern; die fühlen sich angesichts der Weserlandschaft gerne an Grimms
Märchen und Erzählungen des Lügenbarons Münchhausen erinnert.
Aber solche Überlegungen entpuppten sich während der Vortour als Kinkerlitzchen
angesichts der für Ruderer unverzichtbaren Voraussetzung, genügend Wasser
unterm Kiel haben zu müssen. Zwar war noch bei einigen Vortourlern in dumpfer
Erinnerung geblieben, dass bei einer früheren Weser-Wanderfahrt der Wasserstand
so niedrig gewesen war, dass man aus den Booten aussteigen musste, um diese
über die Untiefen zu schieben und die Ruderer gezwungenermaßen das
unehrenhafte Verhalten von Wassertretern praktizierten.
Doch das Bild, welches im Oktober die Weser den Vortourlern bot, zeigte weder ein
starke Strömung, noch ausreichend Wasser: Der Fluss war ein Rinnsal mit breiten
Uferstränden, Fähren lagen auf dem Trockenen, Sandbänke ragten aus dem
niedrigen Wasser.


Kurz: Wir hatten das Ergebnis eines extrem trockenen Sommers in Deutschland vor
uns, an dem auch das Reservebecken für die Weser, der Edersee, nichts mehr
ändern konnte, denn dieser war auch fast leer.
Diese etwas unüblich lange Schilderung des Vortour-Geschehens findet seine
Berechtigung, weil die Vortour-Gruppe einkalkulieren musste, was zu tun sei, falls
diese Trockenheit anhalten sollte. Man übte sich zwar in Optimismus „Es hat schon
immer wieder im Winter genügend geregnet“, doch einige potentielle Mitruderer
blieben über die Wintermonate skeptisch und erkundigten sich – insbesondere
während einer Trockenphase im Frühjahr 2019 - bei den Vortourlern wiederholt nach
den Wasserständen der Weser. So kam der Plan auf: „Wenn nicht genügend Wasser
vorhanden ist, dann machen wir halt eine Radtour, denn die Hotels sind ja schon
gebucht.“ Auf den Bootshänger wären dann halt Fahrräder zu laden und einige
Ruderer hätten beweisen müssen, dass sie nicht nur im Boot noch sportlich genug
sind. Und hatte sich RK Hubert nicht schon immer eine Wanderfahrt ohne Boote
gewünscht?

 

Angesichts gelegentlicher Regenphasen in den Wochen vor der Wanderfahrt
beruhigten sich die Gemüter aber wieder.
So kam der Tag des Verladens der Boote, nachdem Klaus und Gerhardt
dankenswerterweise die ausgewählten Boote technisch inspiziert und, wo nötig, auch
repariert hatten. Das Verladen „supervisionierte“ unser erfahrener Oberschirrmeister
Rudolf mit weitem Überblick von der Terrasse des Restaurants aus.
Sodann wurde der Bus und Bootshänger mit Fredys Geschick, das einem
altrömischen Wagenlenkers ähnelte, über die Höhen und durch die Kurven der
achterbahngleichen Autobahn der Kasseler Berge gelenkt. Während dieser Hinfahrt
überquerten wir auch die Fulda, die wir aus den Augenwinkeln heraus
vorahnungsvoll nur als braun geflutet wahrnahmen. Angekommen an der geplanten
Einsetzstelle in Vaake, Ortsteil von Reinhardshagen, erkannten wir unsere Weser
nicht mehr:


Ein breiter wilder, glucksender und brauner Mahlström schoss an uns vorbei. Auf
dem Wasser trieben wasserspinnengleich ganze Bäume mit laublosen Astkronen,
dicke Baumstämme wogten durch die Strudel als ob sich Krokodile in die Weser
verirrt hätten – es fehlten nur noch die Wasserleichen, um das Schreckens-Szenario
zu vervollkommnen. Die Pritsche selbst war nicht zugänglich; sie lag weit vom Ufer
entfernt, beinahe mitten im Fluss. An der Pritsche selbst häufte sich Treibholz auf,
die Strömung drückte sie teilweise unter die Wasseroberfläche.
Und der Grund für dieses Desaster? In der Nacht zuvor hatte es in Nordosthessen
Regenfälle mit bis zu 100 l pro Quadratmeter gegeben. Selbst in Hannoversch-
Münden flossen die Fluten durch die Altstadt, wie uns der Wirt unseres dortigen
Hotels auf seinem Handy-Video zeigte. Ein alter Anwohner gab eine Einschätzung:
„Das dauert drei bis vier Tage, bis das durch ist!“


Resigniert bis ratlos ließen wir den beladenen Hänger erstmal an der Uferstraße
stehen und fuhren zu unserem Hotel nach Hann.-Münden, wo wir bald zu einem
gemeinsamen Abendessen in den Tiefen des Ratskellers verschwanden. Einige
taten sich am üppigen Buffet gütlich, andere begnügten sich mit kleineren
„schlafensfreundlicheren“ Portionen. Diejenigen unser Wanderfahrtsteilnehmer, die
noch nicht die Situation an der Anlegestelle gesehen hatten, konnten sich trotz
unserer drastischen Schilderungen noch kein so richtiges Bild machen und so klang
der Abend in einem Biergarten zwischen den Altstadthäusern, die schon den
berühmten Doktor Eisenbart gesehen hatten, fröhlich bis zuversichtlich aus.
Am nächsten Morgen trafen sich die Wanderfahrer der beiden Busse an der
Anlegestelle; die Hochwassersituation hatte sich kaum verändert. Ratloses
Besichtigen, vorsichtiges Einschätzen, geteilte Meinungen über die Befahrbarkeit des
wütenden Flusses, bis Schimmel –schamanengleich - den leisen Satz aussprach:
„Einen solchen Fluss in diesem Zustand würde ich – wenn überhaupt – nur mit den
erfahrensten Ruderkameraden befahren!“ Danach war beeindruckte und
überwiegend erleichterte Stimmung zu verspüren.
So fuhr man mit den beiden Bussen und dem beladenen Hänger weiter durch die
herrliche Weserberglandschaft und es geschah, was noch nie auf einer Altsenioren-

Wanderfahrt geschehen war: Man(n) machte Einen auf Kultur! Allerdings sei hier nur
auf den einmaligen und gescheiterten Versuch von Moppel erinnert, der vor Jahren
während einer Wanderfahrt eine Besichtigung des Kunstmuseums auf der Miltenburg
organisiert hatte. Der Versuch endete damit, dass nach 10 Minuten Jochem schon
beim Mampfen von Erdbeertorte im Burgcafe erwischt wurde.
Konkret fuhren wir in den Bergpark Reinhardswald, um die Sababurg zu besichtigen,
die verwunschen, wie man dies von einem Dornröschenschloss vermutet, auf einem
Berg mitten im Wald lag. Doch dieser zarte kulturelle Exkurs wurde sofort wieder
zunichte gemacht, denn das Schloss war – zu!!! Geschlossen für die nächsten Jahre,
als ob Dornröschen wieder seine Ruhe haben wollte.
So spazierten wir einen steilen Pfad zu einem Biergarten im Bergpark hinunter,
wobei wohl keiner beim Abstieg daran gedacht hatte, dass man nach genossenem
Bier wieder hinauf musste. Auf dem Rückweg waren Schnaufen, Stöhnen, Gebrumm
zu hören und man vermisste schon jetzt wieder das Rudern.
Über Bad Karlshafen - mit einem kurzen Stopp, um den dortigen frisch renovierten
alten Bootshafen zu besichtigen - fuhren wir weiter nach Würgassen zum malerisch
an der Weser gelegenem Gasthaus „Zur Linde“, das eigentlich als Ruderwanderrast
geplant war. Nach dem wieder von frugal bis üppig reichenden Mittagessen
inspizierte man den Wasserstand und die Fluten erneut. Die Lage hatte sich schon
leicht gebessert, kein Wunder bei dieser Strömung!
So fand sich eine tollkühne Mannschaft, die den Höllenritt auf den Fluten wagen
wollten: Schimmel, Fredy, Udo, Paul und Uli. Die Anderen entschieden sich vorerst
für die abwartende Zuschauerrolle. Sehr schnell war das Boot den Blicken
entschwunden und die Landratten fuhren direkt zum „Weserhotel Schwager“ in
Holzminden, das einen eigenen kleinen Hafen hatte. Rund um diesen Hafen
warteten nun die „trockenliegenden“ RKs auf das Erscheinen der wagemutigen
Bootscrew. Schneller als erwartet, tauchte die auch mitten auf dem Fluss auf. Kurz
vor der Flussbrücke steuerte das Boot geschickt in die durch einen Pfeiler der Brücke
ausgelöste ruhigere Gegenströmung, von der aus dann die Einfahrt in den Hafen mit
kraftvollen Ruderschlägen gelang. Eine wahrlich außerordentliche Leistung; die
Bootsbesatzung kann sich nun „von“ schreiben lassen, ob das im Sinne „von
nochmals davongekommen“ oder „geadelt durch besondere rudertechnische
Leistung“ zu verstehen ist, sei jedem selbst überlassen.
Der Abend wurde direkt an der immer noch sehr lebendigen Weser in einer Freiluft-
Hafenbar bei Brötchen mit Lachs oder Matjes und frisch gezapften Bieren
gemeinsam gefeiert. Ein uriger Ausklang an den Ufern der vorbeiströmenden Weser.
Der Wasserstand sank schon im Verlauf dieses stimmungsvollen Abends merklich.
Am nächsten Morgen war die Strömung zwar immer noch heftig, aber nicht mehr so
stark wie die Tage zuvor. Jetzt waren fast alle RKs wieder bereit, in die Boote zu
steigen. Richard, der für dieses Jahr dem aktiven Rudern eine Absage erteilt hatte,
begleitete auf seinem Spitzenrennrad die Boote; wie er sagte, hatte er streckenweise
Mühe, deren Tempo zu halten. Streckenweise ruderte man – wie Richard auf seinem
Fahrrad-Tachometer messen konnte - mit einer Geschwindigkeit von 21 Stunden-
Kilometern.

Und dieser Rekord hatte nichts damit zu tun, dass man bald die Stadt des
„Lügenbarons von Münchhausen“ Bodenwerder erreichte. Das Landkommando
transportierte unterdessen auf sehr schmalen Landstraßen den Hänger über die
höchsten Weserberge, um die Flussbiegungen abzukürzen. Manch Dorfbewohner
staunte über das Ungetüm, welches sich durch die Dorfstraßen schlängelte.
In Bodenwerder ermöglichte das Landkommando den Wanderruderern ein sicheres
Anlegen, indem der Bootssteg näher ans Ufer gezerrt und freigeräumt wurde;
dennoch glitt der eine oder andere Ruderer beim Aussteigen auf dem Matsch aus
und nahm ein unfreiwilliges Fangobad.
Wohl in einer Art Vorahnung, was auf dem Kameradschaftsabend geboten werden
sollte, pausierte man in einer griechischen Kneipe. Am Nachmittag wagten sich dann
alle RKs - bis auf das eingeteilte Landkommando – auf die Fluten und am frühen
Abend kamen wir in der schönen Stadt Hameln an. Bei einem gemeinsamen
Abendessen zeigte Bertram mit einer Runde Pilz seinen 50. Geburtstag an. Dank
und Glückwunsch nochmals an ihn. Danach bummelte man durch die Gassen der
Rattenfängerstadt mit den prachtvollen Weserrenaissance-Fassaden der
Bürgerhäuser.
Auf der weiteren Fahrt am Samstag hatte sich der Fluss mittlerweile noch mehr
beruhigt und belohnte nun die Wanderfahrer mit seinem spezifischen Vorteil, der
hohen Fließgeschwindigkeit. Nicht ganz so stressfrei ging es derweil beim
Landkommando zu; Navigationsprobleme sorgten für zusätzliche Kilometer.

Der Kameradschaftsabend fand in einem geschmackvoll dekorierten Raum im Hotel
Bonneberger Hof in Vlotho statt. Die Tradition dieses Abends konnte mit dem
Fußballfieber einiger RKs harmonisch verknüpft werden. Vortragende waren unter
anderen Schimmel, Jochem und Moppel. Letzterer stellte mit seiner Vortragskunst
nicht nur sein gutes Gedächtnis unter Beweis.
Außerdem gab es „einschneidende“ Soloeinlagen wie den Gesangsvortrag von
Dieter. Sehr artikuliert und sowohl Sänger, als auch Dirigent in einer Person, trug er
den Schlager „Griechischer Wein“ (sieh oben) vor, wobei die RKs mehr oder minder
lustvoll den Refrain übernahmen.
Aber auch ein gemeinsames Lied gehörte zum Abend: „Junge, komm bald wieder…“,
wurde speziell für den in Südafrika lebenden RK Roger gesungen und diesem per
Handy übertragen. Er hatte sich eine solche Darbietung gewünscht und dafür zwei
Getränkerunden geschmissen – klar, dass die RKs sich mit ihren besten Tönen
hören ließen.
Traditionell wurde am Kameradschaftsabend das Rudergebiet für das kommende
Jahr ausgewählt. Es soll in „in den Osten“ gehen; Näheres wird in der Verantwortung
der Magdeburger liegen.
Am Sonntagvormittag wurde Richtung Minden die sogenannte Porta Westfalica
passiert, der Durchbruch der Weser durch das Wiehen- und Wesergebirge. Die Fahrt
auf der launischen Weser endete bei nahezu glattem Wasser am Mindener
Ruderclub und dann ging es gut gelaunt retour nach Hanau.

Jochen Sbierski

​​​​​​Der Ausschuss beschließt den Start der Umbaumaßnahme.
​​​​​​Der Ausschuss beschließt den Start der Umbaumaßnahme.

Vergangene Woche war es endlich so weit: Der an der Jahreshauptversammlung beschlossene Umbau der Umkleiden hat endlich begonnen! Angefangen wird mit der Männerumkleide und -toilette, danach folgen die Räumlichkeiten für die Frauen. Somit steht immer eine Umkleide zur Verfügung. Der erste Schritt diese Woche war, die orangefarbene Aludecke aus der Umkleide zu holen. Dieser Aufgabe stellten sich unter der Leitung von Frank Forkert einige motivierte Helfer der Jugend.

Der erste Schritt ist getan
Der erste Schritt ist getan

Mit 2 Gold- und 4 Silbermedaillen kehren die Athleten des Hanauer RC Hassia äußerst erfolgreich von den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften aus Brandenburg an der Havel heim. Celina Waldschmidt avancierte mit 2 Goldmedaillen gar zur erfolgreichsten Hanauer Sportlerin bei den diesjährigen nationalen Titelkämpfen.

 

Über die Saison hatte Celina Waldschmidt sich mit konstant guten Leistungen für den Frauen-Achter des Deutschen Ruderverbandes qualifiziert. Mit diesem Team war sie schon auf der Ratzeburger Ruderregatta erfolgreich und konnte nun auch bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften den Titel gewinnen. Vorausgegangen war ein spannendes Achterrennen, bei dem vor allem der zweite Achter des Deutschen Ruderverbandes, in dem auch die Hassianerinnen Shirin Dragusha und Lisa Holbrook zum Einsatz kamen, mächtig Druck auf das WM-Boot ausübten. Auf der zweiten Streckenhälfte jedoch setzte sich das für die U23-WM in Sarasota/Florida nominierte Boot um Celina Waldschmidt durch und kann nun mit der Goldmedaille in der Tasche die Reise ins WM-Trainingslager nach Ratzeburg antreten.

Lisa Holbrook und Shirin Dragusha freuten sich im Ziel nicht nur über die Silbermedaille, für sie wird es auch einen Start bei den U23-Europameisterschaften in Ionnina/GRE geben. Der Deutsche Ruderverband wird hier einen Frauen-Vierer und einen Frauen-Achter an den Start bringen. Die genauen Besatzungen werden noch ermittelt.

Über eine weitere Goldmedaille freuten sich die Hassia-Fans bereits am Samstag Morgen. Hier startete Celina Waldschmidt mit drei weiteren Ruderinnen ihres Achters im Frauen-Vierer mit Steuerfrau, wo sie einen überlegenen Sieg einfuhr. Bereits vor Streckenhälfte hatte man einen komfortablen Vorsprung heraus gerudert, den die Crew bis in Ziel verteidigte. In diesem Rennen freute sich der Hassia-Tross auch über Silber: Emma Samek überquerte mit ihrer Mannschaft als zweites Boot die Ziellinie.

Besonders spannend ging es bei den U17-Junioren zu. Paul Wagner ruderte im Vierer ohne der B-Junioren. Über Vor- und Hoffnungslauf qualifizierte sich diese Mannschaft für das große Finale, wo sie dann ein furioses Rennen abrufen konnte. Im ersten Drittel konnte die Mannschaft den schnell startenden Booten nicht recht folgen und ruderte auf Platz vier. Im weiteren Rennverlauf behielten die jungen Sportlerinnen jedoch die Nerven, hielten Kontakt nach vorne und starteten 300 Meter vor dem Ziel eine beeindruckende Aufholjagd. Dieser famose Endspurt verdrängte die bis dahin um Position 2 und drei kämpfenden Boote aus Essen und Baden-Württemberg auf die weiteren Plätze, das hessische Boot mit Hassianer Paul Wagner und Paul Busch (HRG) an Bord freute sich grenzenlos über die Silbermedaille.

Nicht ganz so erfolgreich lief der U17-Vierer-ohne von Nina Schilling. Diese Mannschaft ruderte lange Zeit ebenfalls auf der vierten Postion und versuchte in Richtung Ziellinie noch einmal anzugreifen. Der Endspurt fiel jedoch aufgrund von rudertechnischen Problemen buchstäblich ins Wasser, so kam man am Ende als sechstes Boot ins Ziel.

Die anfängliche Frustration wandelten die U17-Mädchen jedoch über den Finaltag in Energie um und setzten im abschließenden Achterrennen ungeahnte Kräfte frei. Mit einem sehr aggressiven Startspurt ergriffen die eigentlich als „Underdogs“ gehandelten 9 Mädchen aus Hessen im Finale des U17-Achters frech die Führung und konnten diese über weite Teile des Rennens behaupten. Als der hochfavorisierte Berliner Achter die entsprechenden Angriffe startete, gingen der Crew um Nina Schilling zwar langsam die Körner aus, um auf diesem Niveau mitzufahren; unter großem Jubel hielten sie aber alle anderen Boote auf Abstand und nahmen im Ziel sichtlich stolz und zufrieden ihre Silbermedaillen im Empfang.

Mit guten Rennen überzeugte auch U19-Junior Julian Bothe. Über Siege im Vorlauf und sogar im Halbfinale hatte er sich mit seinem Doppelzweier-Partner Maurice Krutwage aus Düsseldorf für das große Finale qualfiziert. Hier trafen die beiden dann erstmalig auf gleich drei Boote des Deutschen Ruderverbandes, die im Doppelzweier und im Doppelvierer bei der Junioren-WM in Tokyo starten werden. Gegen diese Konkurrenz war kein Kraut gewachsen, bis zur Streckenhälfte gelang es dem jungen Duo aus Hanau/Düsseldorf jedoch Kontakt zu halten. Im Ziel freuten sie sich über Platz 4 nach einem guten Rennen. Damit gelang es ihnen alle weiteren Boote in Schach zu halten und sich als jüngeres Duo für die weiteren Aufgaben im Herbst und im neuen Jahr beim Deutschen Ruderverband anzubieten.

Heute möchten wir euch den neuen Vorstand des Hanauer RC Hassia vorstellen: 

Nachdem der alte Vorstand zurückgetreten war, haben sich Arbeitsgruppen zu jedem der fünf Teilbereiche gebildet, aus denen jeweils ein Mitglied in den Vorstand gesandt wurde. 

Das Amt des ersten Vorsitzenden hat Manfred Matzner übernommen. 
Der zweite Vorsitz wird gebildet aus den Bereichen 
Sport: Stefan Buschbeck
Finanzen: Bertram Trunk
Verwaltung: Allegra Gärtner
Sachanlagen: Frank Forkert

Wir blicken zuversichtlich auf die kommende Zeit und freuen uns, dass wir einen motivierten Vorstand gefunden haben, der alle Alters- und Interessensgruppen innerhalb des Vereins vertreten kann!

Im Hause Kliem in Langenselbold fand am 16. November wieder das traditionelle Kicker-Turnier der Hassia-Altsenioren statt.

Nachdem man sich leiblich entsprechend gestärkt hatte mit traditioneller Langenselbolder Kost (Sich mit Kraut) und zum Nachtisch die entsprechende Menge „Schweinemett“ ging es an den sportlichen Teil des Abends.

Die Paarungen wurden unter den 18 Teilnehmern zunächst ausgelost. Naturgemäß kam es zu hitzigen Duellen, die letztlich zum Finale Kliem, J./Matzner gegen Kliem, H./Touet führten, das das erste Paar nach hartem Kampf knapp für sich entscheiden konnte. Herzlichen Glückwunsch!

Die Siegerehrung zog sich bis nach Mitternacht hin und ein gelungener Abend ging zu Ende.

 

Kliem

Erfolgreichster Medaillensammler war Julian Bothe, der in verschiedenen Alters- und Bootsklassen insgesamt 6 Mal ganz oben auf dem Treppchen stand. Als jüngster Ruderer freute sich der 12-jährige Simon Gimplinger auf seiner ersten Meisterschaft über Gold und Bronze im Jungen-Einer. 

Besonders freute sich das Trainerteam Volker Lechtenberg, Nick Stollenmeyer und Charlotte Meinen, dass sich die Titel und Medaillen auch in diesem Jahr über alle Altersklassen erstreckten. 

In einem harten Finalrennen ruderte der deutsche Juniorinnen-Achter mit den Hassianerinnen Shirin Dragusha und Lisa Holbrook an Bord bei der Junioren-Weltmeisterschaft im tschechischen Racice auf Rang 4. Am Start konnte das Großboot des Deutschen Ruderverbandes noch gut mithalten, musste im weiteren Streckenverlauf dann aber die neuen Weltmeisterinnen aus Tschechien ziehen lassen.

Wie man das Obere zum Unteren machen kann und welche Folgen dies hat

Ist „unten“ und „oben“ immer genau definierbar oder doch physikalisch oder soziologisch relativierbar? Aus dem Blickwinkel von Europa liegt Australien down under; über eine solche Feststellung würden sich die Australier bestimmt beschweren. 
Auch französische oder russische Revolutionäre haben versucht, die Macht von oben nach unten zu verlagern.

Mit gleich 4 Nominierungen für die Nationalmannschaft des Deutschen Ruderverbandes kehren die Aktiven der Hassia von den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften aus Köln zurück. Henry Hopmann gewinnt Doppel-Silber im Vierer mit Steuermann und im Achter und wird vom Deutschen Ruderverband für die U23-WM in Poznan/POL im Vierer mit Steuermann nominiert. Mit einem starken Streckenschlag konnte die Crew um Hopmann ihre ärgsten Konkurrenten im Zaum halten und ruderte hinter einer Hälfte des für die WM vorgesehenen Achters souverän zur Silbermedaille.

Mit großen Erfolgen im Gepäck kehrt die Hassia von der Internationalen Junioren-Regatta aus Hamburg heim. Im Rahmen dieser Regatta fährt der Deutsche Ruderverband alljährlich seine zweite Rangliste im Zweier ohne Steuermann aus, die dann für die Nominierung der Junioren-Nationalmannschaft bindend ist. Hier ruderten Shirin Dragusha und Lisa Holbrook im Finale A auf einen sensationellen zweiten Platz, der bereits jetzt die sichere Qualifikation für die im August in Racice/Tschechien stattfindende Junioren-Weltmeisterschaft bedeutet.