Ole Hanack qualifiziert sich auf der Wedau-Regattabahn Duisburg vorzeitig für U19-WM, Celina Grunwald mischt wieder mit und U17-Talente unterstreichen Medaillenambitionen in mehreren Bootsklassen.

 


„Generalprobe für die Deutschen Jugendmeisterschaften erfolgreich.“, so lautet das Fazit der Hassia Coaches Nick Stollenmeyer und Robby Gerhardt nach der Juniorenregatta auf der Duisburger Wedau am vergangenen Wochenende. Drei Wochen vor der Meisterschaft in Köln lieferten die U17- und U19-Talente der Hassia gute bis sehr gute Leistungen ab:

 

Ole Hanack konnte sich frühzeitig für die U19-Weltmeisterschaft qualifizieren. „Endlich! Darauf habe ich seit September hingearbeitet.“, freute sich der junge Athlet. Zuvor hatte er auf der Einer-Rangliste nach souveränen Siegen im Vor- und Zwischenlauf den 6. Platz belegt. Coach Stollenmeyer bleibt kritisch: „Das Finale war Oles schlechtestes Einer-Rennen in dieser Saison. Umso besser, dass es trotzdem für die Qualifikation gereicht hat und er auch diese Erfahrung nutzen kann, um es beim nächsten Mal besser zu machen. Jetzt muss Ole die Spannung noch bis zu den Deutschen Meisterschaften hochhalten, damit er seine Wunschbootsklasse – den Doppelzweier mit Jakob Geyer aus Berlin – gewinnt und darin auch zur WM fährt. Schafft er das nicht, erwartet ihn noch eine harte Selektion für den Doppelvierer.“

 

Celina Grunwald konnte letztes Jahr Silber im U19-Achter auf der Weltmeisterschaft gewinnen. In dieser Saison kam sie noch nicht richtig in Schwung. Doch kurz vor den Deutschen Meisterschaften zeichnet sich ein Hoffnungsschimmer ab: „Celina hat sich auf Ranglistenplatz 12 verbessert. Damit ist sie in einen neuen Vierer gerutscht, der das Zeug hat, die erneute WM-Quali auf der Meisterschaft zu schaffen.

 

Tim Moormann und Jakob Rastetter sorgten auf der Wedau für die Überraschung schlechthin. Nach Krankheitspech im bisherigen Saisonverlauf gingen sie als absoluter Außenseiter mit Wildcard in die U19-Zweier-Rangliste und ruderten sich mit zwei furiosen Kraftakten ins A-Finale. „Ich habe immer noch Gänsehaut!“, freut sich Nick Stollenmeyer. Selten habe ich in meinen 20 Jahren als Coach so viel Kampfgeist gesehen.“ Die Belohnung: Gesamtplatz 6 und damit die Möglichkeit für bessere Plätze in den Mannschaftsbooten des Südteams.

 

Simon Gimplinger wiederholte seine Erfolge aus Mannheim, München und Köln: auch in Duisburg gewann er die A-Finals im U17-Einer und U17-Doppelvierer mit Vereinskamerad Leonard Rieth am Steuer, sowie Alexander Monissen (Frankfurt), Julius Klein und Rufus Henning (beide Offenbach). „Simons Leistungen sind gut. Aber, er nimmt das nicht für selbstverständlich hin. Das zeichnet ihn aus.“, erzählt Trainer Robby Gerhardt. „Wir müssen und werden in den nächsten Wochen weiter hart arbeiten – in beiden Bootsklassen. Die Konkurrenz wird nicht schlafen.“

 

Rund läuft es auch für die starke U17-Gruppe der Mädchen: Laura Bussian belegte im A-Finale des Einers den Bronzerang, nachdem sie das Rennen nach 1000 Metern Führung noch aus der Hand geben musste. Jacky Reitz und Lena Ivanda holten sich eine Goldmedaille ab: im Juniorinnen Vierer mit Steuerfrau – gemeinsam mit Charlotte Johnson (Frankfurt), Mara Buchwald (Oberrad) und Steurfrau Isabel Sanchez. Mit vereinten Kräften und ergänzt um Louisa Will (Weilburg), Marie Gelbert (Limburg) und Francesca Garijo (Frankfurt) holten die drei Rehbein-Schülerinnen Bussian, Ivanda und Reitz auch noch die Goldmedaille im Achter. „Der Hassia-Motor läuft!“, freute sich Coach Robby Gerhardt. „Aber hier gilt das gleiche, wie bei den Jungs: was zählt, sind die Meisterschaften. Und bis dahin heißt es hart arbeiten und vor allem gesund bleiben.