Am Montag, den 25. Juli starten im italienischen Varese die Ruder-Weltmeisterschaften U19/U23. Zwei Hassianer und zwei Hassianerinnen wollen dort um die Medaillen mitmischen.



Lisa Holbrook, Celina Grunwald, Ole Hanack und Trainer Nick Stollenmeyer – diese vier werden die Farben des Hanauer Ruderclub Hassia bei der kombinierten WM der Altersklassen U23 und U19 im italienischen Varese hochhalten. Mehr als 1000 Ruderinnen und Ruderer aus aller Welt werden auf dem Lago die Varese, 50 Kilometer nördlich von Mailand ins Rennen um die begehrten WM-Medaillen gehen. Lisa Holbrook im U23-Vierer ohne Steuerfrau, Celina Grunwald im U19-Achter, Ole Hanack im U19-Doppelzweier und Nick Stollenmeyer als Trainer des U19-Vierer mit Stuerfrau. Die Vorentscheidungen laufen ab dem 25. Juli, die Medaillen werden in den Finalläufen am 30. und 31. Juli vergeben.



Lisa Hoolbrook, die amtierende U23-WM-Bronzemedaillengewinnerin im Achter bleibt dem Verlauf ihrer Saison treu: Nichts läuft wie geplant. Waren es über das Jahr eine Coronainfektion und eine gebrochene Rippe, die die Ambitionen der Architekturstudentin zur Nichte machten bereits jetzt in der offenen Alterskategorie am WM-Start zu liegen, so ist es jetzt die Corona-Infektion einer ihrer Teamkameradinnen im Vierer ohne kurz vor der WM. Aber Lisa wäre nicht Lisa, wenn sie das beunruhigen würde, im Gegenteil. Schließlich schaffte sie die großen Steine in ihrem Weg souverän aus dem Weg und qualifizierte sich mit nur drei Wochen gemeinsamer Vorbereitung und kurz nachdem ihre Rippe dies wieder zuließ für die U23 WM. Das heißt: selbst, wenn ihre vierte Mitruderin nicht rechtzeitig fit werden sollte, Lisa bleibt cool und wird ihr Bestes tun, um die Aufgabe in bester Holbrook-Manier auch mit einer Ersatzruderin zu wuppen.



Ole Hanack, amtierender EM-Bronzemedaillengewinner im U19-Achter, genießt das harte Trainingslager in Berlin Grünau. Er ist voll in seinem Element und vermisste bislang in der Sommerhitze höchstens ein bisschen mehr Spaß und Entspannung zwischen den Rudereinheiten. Der Doppelzweier mit seinem Partner Jakob Geyer vom Berliner Ruderclub läuft von Tag zu Tag und von Belastung zu Belastung besser. Jetzt fiebern die beiden der WM in Varese entgegen. Dort erwartet sie mit insgesamt 26 gegnerischen Booten das zweitstärkste Meldefeld der gesamten U19-WM. Ein echter Leckerbissen, bei dem es nicht nur wegen der norditalienischen Temperaturen heiß her gehen wird.



Celina Grunwald ist amtierende WM-Silbermedaillengewinnerin im U19-Achter und wird auch in Italien mit ihren Teamkameradinnen in dieser Bootsklasse am Start liegen. 10 anderen Teams gilt es dann die Butter vom Brot zu nehmen. Darauf hat sich die Mannschaft nach den harten Trainingseinheiten schon eingeschworen – beim gemeinsamen Waffelessen, einer der kleinen Freizeitfreuden der ambitionierten Sportlerinnen im durchgetakteten Trainingslager-Alltag.



Nick Stollenmeyer coachte in dieser Saison Celina Grunwald und Ole Hanack zum Erfolg und zur WM-Qualifikation. Das fiel auch dem Deutschen Ruderverband auf, der Stollenmeyer sogleich für ein besonderes Projekt nominierte: die Bildung des weiblichen U19-Vierers mit Steuerfrau. Stollenmeyer, der auch an der Karl-Rehbein-Schule unterrichtet fand sich ganz in seinem Element wieder. Vom Kartenspiel bis zu gemeinsamen Freizeitaktivitäten ließ er kein Register des Teambuildings ungezückt und tat auch auf dem Wasser das, wofür ihn der Deutsche Ruderverband haben wollte: beim abschließenden Relationsrennen erzielte seine Mannschaft von allen deutschen Booten im Quervergleich die zweitschnellste Zeit. Ein gutes Zeichen für die WM in Varese.
 



Ein typischer Tag für die Mannschaften im Trainingslager vor der Weltmeisterschaft:

Aufstehen um 5:30, kleiner Imbiss, Rudern um 6:00 Uhr mit intensiven Strecken, 8:00 großes Frühstück, 11:00 Kraft-Training oder Alternativtraining an Land mit anschließender Gymnastik. 13:00 Mittagessen mit anschließender Pause oder Physiotherapie. 15:30 Lange Rudereinheit zwischen 18 und 22 Kilometer. 18:30 Abendessen. 19:45 Stretching und Kräftigungsgymnastik für den Rumpf. 22:00 Nachtruhe.


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Zur leichteren Zuordnung hier die jeweiligen Mannschaftsfotos samt Namen:
Celina Grunwald 4vl mit ihrem Team _Quelle_DRV_Schwier.jpeg

U19 Achter

von links:

Lilly Waske, Dresden

Leonie Ristow, Potsdam

Tjorven Schneider, Münster

CELINA GRUNWALD

Emma Mehner, Dresden

Janina Kröber, Magdeburg

Isabell Heine, Dresden

Michelle Lehbahn, Potsdam

Florentina Riffel, Potsdam

 

 

Lisa Holbrook links mit ihrem Team _Quelle_DRV_Schwier .jpeg

U23 Vierer ohne

von links:

LISA HOLBROOK

Katharina Bauer (Trier)

Annika Elsen (Trier)

Mira Moch (Regensburg)

 

 

Ole Hanack, Jakob Geyer, U19 Doppelzweier _Quelle_DRV_Schwier.jpeg

U19 Doppelzweier

von links:

OLE HANACK

Jakob Geyer (Berlin)

 

Trainer Nick Stollenmeyer mit seinem U19 Vierer mit _Quelle_DRV_Schwier.jpeg

U19 Vierer mit

von links:

Steuermann Elias Fabian (Speyer)

Stella Kreft (Magdeburg)

Sara Grauer (Münster)

COACH NICK STOLLENMEYER

Viola Heidacher (Halle)

Maya Grün (Essen)