Die Ruderinnen und Ruderer der Karl-Rehbein-Schule, die an der Hassia trainieren, sind beim Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ in Berlin immer für Medaillen gut. Seit 2016 fischten die Rehbein-Mannschaften bereits 4 Gold-, 3 Silber und 3 Bronzemedaillen aus der Dahme in Berlin-Grünau. Doch dass auch in diesem Jahr wieder ein Medaillenerfolg erzielt werden konnte, löste an der Partnerschule des Leistungssports noch einmal eine ganz besondere Freude aus, da bedingt durch Altersklassenwechsel einiger Leistungsträger die Erwartungen im Vorfeld nicht unbedingt hoch gesteckt wurden. Doch ausgerechnet die jüngsten Ruderinnen ließen sich dadurch überhaupt nicht aus der Ruhe bringen und erkämpften sich in einem hochklassigen und spannenden Wettkampf die Bronzemedaille.
Auch in der älteren Wettkampfklasse (WK) II stellte die Karl-Rehbein-Schule das Team für das Land Hessen. In diesem Wettbewerb wurden die KRS-Girls Elfte. Im Schülerinnen Achter-Cup wurde die Medaille mit nur 0,2 Sekunden knapp verpasst, am Ende landete der KRS-Achter auf Rang 4.
Das Bundesfinale der Schulen findet jährlich auf der traditionsreichen Regattastrecke in Berlin-Grünau statt. Im Herbstfinale des weltweit größten Schulsportwettbewerbs trafen sich die Landessieger der Schulen aus 12 Sportarten und ermittelten ihre Bundessieger.
Neuer Wettkampfmodus
Während in den vergangenen Jahren acht einzelne Bootsklassen ausgefahren wurden, in denen jeweils die Gold-, Silber und Bronzemedaillen vergeben wurden, müssen die Ruderer sich ab diesem Jahr in einem Mannschaftswettkampf messen:
Eine Schulmannschaft muss in den Disziplinen der Mädchen oder Jungen in den Wettkampfklassen (WK) II (15-17 Jahre) oder III (14 Jahre und jünger) gleich 3 Bootsklassen stellen. Bei den Älteren sind das der Achter, der Renn-Doppel- und der Gig-Doppelvierer, bei den Jüngeren geht es im Renn-Doppel- und im Gig-Doppelvierer sowie im Doppelzweier hoch her.
Wer dann die kleinste Rangsumme hat, gewinnt. Durch diese neue Mehrkampfwertung können nicht mehr acht sondern nur noch maximal vier Schulen das Land Hessen beim Bundesfinale in Berlin vertreten. Gleich zwei dieser vier Berlin-Fahrkarten sicherte sich die Karl-Rehbein-Schule.
Platz 4 und 11 für die Wettkampfklasse II
In der älteren Wettkampfklasse II starteten Lou Dörner, Nikki McMeeken, Ellen Bussian, Paulia Pfeil und Steuermann Maximilian Röthig im Renn- und im Gig-Doppelvierer. Nach harten Halbfinalrennen hatte es in beiden Bootsklassen nicht ganz für den Finaleinzug gereicht. Im Gig-Doppelvierer konnte die Mannschaft das B-Finale gewinnen, im Rennboot wurde sie Dritte. Damit stand im Gesamtranking Platz 11. Eine Medaillenchance witterte das Team komplettiert durch Laura Bussian, Lena Ivanda, Jaqcueline Reitz und Nina Keil im Schülerinnen-Achter-Cup, hier war die Karl-Rehbein-Schule nach dem Erfolg vom Vorjahr sogar Titelverteidigerin. Nach einem guten Start lieferte sich das Hanauer Boot ein spannendes Rennen mit dem Achter der Sportschule Potsdam, welches die Crew aus Brandenburg mit 0,2 Sekunden Vorsprung für sich entscheiden konnte und damit die Rehbein-Crew auf Rang 4 verwies.
Bronze für die Wettkampfklasse III
So lag es an den jüngsten Rehbeinerinnen, die Kohlen aus dem Feuer zu holen: Im Gig-Vierer fuhren Salome Richters, Antonia Baron, Frieda Pfeil, Livia Nemeth und Steuerfrau Hannah Reelfs auf Rang 3 und brachten die KRS-Crew damit auf Medaillenkurs. Das A-Finale im Renn-Vierer beendeten Steuerfrau Salome Richters, Antonia Baron, Frieda Pfeil, Livia Nemeth und Helena Hünicke auf Platz 5. Nun begann das große Zittern, denn alles kam auf das abschließende Zweier-Rennen an. Berlin und Potsdam hatten genau wie die KRS-Crew noch Chancen auf die Bronzemedaille, Gold war zu diesem Zeitpunkt bereits nach Waltrop und Silber nach Mainz vergeben. Hannah Reelfs und Helena Hünicke meisterten diese schwere Situation mit Bravour und fuhren unter dem frenetischen Jubel der KRS-Mannschaft einen deutlichen Start-Ziel-Sieg heraus.
In der Endabrechnung freute sich die Rehbein-Crew – allen voran Schulleiter Stephan Rollmann, der für diese Finals eigens nach Berlin angereist war – über die Bronzemedaille. „Das war ein Super-Erlebnis hier mit Euch in Berlin. Es war sogar noch etwas beindruckender, als ich es mir vorgestellt habe – ihr habt alles gegeben, ich ziehe meinen Hut vor Euch!“ war der Rollmann, der in seiner Funktion als KRS-Direktor auch zugleich Leiter des Regionalen Talentzentrums, unter dessen Dach die Talentförderstrukturen zwischen Schule, Verband und Verein verknüpft sind, voll des Lobes für das gesamte Ruder-Team.
„Wir sind unglaublich stolz auf unsere Mädchen. Sie haben hart trainiert und in jedem Rennen alles gegeben. Die Bronzemedaille ist eine fantastische Belohnung für ihre Mühen“, erklärten die Lehrer-Trainer Nicholas Stollenmeyer und Volker Lechtenberg, die die Gruppe gemeinsam mit Jara Herbert und Tim Moormann vor Ort betreuten.




















Fotos: Meinruderbild.de